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Kommunen wollen viel mehr Tempo bei den Schnelltests - Großer Ärger wegen Verschiebung der Tests

"Bund und Länder müssen jetzt klar sagen, bis wann sie wie viele und welche Schnelltests beschaffen können und wie die Verteilung in den Ländern auf den Weg gebracht wird", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

 

Österreich zeige, "dass der Nachweis eines negativen Schnelltests sehr gut mit Öffnungsperspektiven bei Restaurants, Konzerten, Museen oder Friseuren verbunden werden kann" und längerfristig auch Hotelaufenthalte wieder möglich würden. Dafür müsse eine "große organisatorische Herausforderung" gestemmt werden, "die nicht mal eben durch eine Ankündigung auf Bundesebene auf den Weg gebracht werden kann". 

 

Verschiebung der Test durch Spahn

 

Damit reagierte Landsberg auf die Verschiebung der von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigten Einführung kostenloser Schnelltests für den 1. März, die am Montag auf Drängen des Kanzleramtes verschoben worden war. Nachdem noch immer "im Schneckentempo" geimpft werde, stehe nun leider nicht zu erwarten, "dass die Schnellteststrategie mit ICE-Geschwindigkeit umgesetzt wird", kritisierte der DStGB-Hauptgeschäftsführer. "Das sollte man den Bürgerinnen und Bürgern dann auch ehrlich sagen und nicht Erwartungen schüren, die am Ende zu Enttäuschung führen." 

 

Schnellstrategie gefordert

 

Wegen drohender Beschaffungs- und Verteilungsschwierigkeiten mahnte Landsberg eine Priorisierung wie beim Impfen an: "Eventuell muss man auch bei den Schnelltests eine Priorisierung etwa für Kitas und Schulen vorsehen", sagte er der "NOZ". In die Schnellteststrategie gehöre auch, "dass die Zusage des Bundes, er werde die Kosten übernehmen, sowohl im Hinblick auf Beschaffung als auch im Hinblick auf Organisation konkretisiert wird". 

 

Unbürokratisches Verfahren entwickeln

 

Nicht nur in Hinblick auf Schnelltest durch Fachpersonal, auch für die Einführung sogenannter Wohnzimmertests, die Laien selbst durchführen können, mahnte Landsberg zu mehr Tempo: "Es muss jetzt ein solides, einfaches und unbürokratisches Verfahren für den Zeitpunkt entwickelt werden, wenn diese Selbsttests zugelassen werden. Hier sollte man von Beginn an auf digitale Lösungen setzen", sagte er. Das könne zum Beispiel bedeuten, dass von dem negativen Eigentest ein Screenshot an eine zentrale Stelle gesendet wird, die dann das negative Testergebnis für eine Dauer von 72 Stunden bestätige. "Gerade weil wir alle wissen, dass wir wahrscheinlich auf Dauer mit dem Corona-Virus leben müssen, ist es sinnvoll, jetzt alle Ansätze zu nutzen, um wieder ein möglichst normales Leben führen zu können." pm, ots

 

English version

 

The municipalities have reacted with disappointment to the delay in the rapid test offensive and are calling for more speed. "The federal and state governments must now clearly state by when they will be able to procure how many and which rapid tests and how the distribution in the states will be initiated," said Gerd Landsberg, Managing Director of the German Association of Towns and Municipalities (DStGB), in an interview with the Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ).

 

Austria shows "that the detection of a negative rapid test can be very well combined with opening perspectives at restaurants, concerts, museums or hairdressers" and that in the longer term hotel stays would also become possible again. For this to happen, a "major organisational challenge" would have to be met, "which cannot simply be set in motion by an announcement at the federal level". 

 

Postponement of the test by Spahn

 

Landsberg was reacting to the postponement of the introduction of free rapid tests for 1 March announced by Health Minister Jens Spahn (CDU), which had been postponed on Monday at the insistence of the Chancellery. Now that vaccinations are still being carried out "at a snail's pace", it is unfortunately not to be expected "that the rapid test strategy will be implemented at ICE speed", criticised the DStGB chief executive. "This should be said honestly to the citizens and not raise expectations that lead to disappointment in the end." 

 

Quick strategy called for

 

Because of the threat of procurement and distribution difficulties, Landsberg called for prioritisation as in the case of vaccination: "Perhaps a prioritisation must also be provided for rapid tests, for example for day-care centres and schools," he told the "NOZ". The rapid test strategy should also include "that the federal government's promise to take over the costs be made concrete with regard to both procurement and organisation". 

 

Developing a non-bureaucratic procedure

 

Landsberg called for more speed, not only with regard to quick tests by experts, but also for the introduction of so-called living room tests, which lay people can carry out themselves: "A solid, simple and unbureaucratic procedure must now be developed for the time when these self-tests are approved. Digital solutions should be used right from the start," he said. This could mean, for example, that a screenshot of the negative self-test is sent to a central office, which then confirms the negative test result for a period of 72 hours. "Precisely because we all know that we will probably have to live with the Corona virus permanently, it makes sense to use all approaches now to be able to lead as normal a life as possible again." pm, ots, mei

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