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Masken-Skandal: Größte Krise der CDU seit der Spendenaffäre

"Wir befinden uns in der schwersten Krise seit der Spendenaffäre. Nur wenn wir mit aller Konsequenz und Härte reagieren, werden wir wieder Vertrauen zurückgewinnen können", sagte Connemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

 

Die Fraktionsführung will Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung von Fällen wie Georg Nüßlein und Nikolas Löbel künftig auszuschließen.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg (CDU), mahnte allerdings an, zwischen Korruption und dem Einsatz eines Abgeordneten für seinen Wahlkreis sorgfältig zu unterscheiden. "Es ist unser Job als Abgeordnete, sich für die Anliegen der Bürger oder Unternehmen im Wahlkreis einzusetzen. Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt nicht Korruption mit dem normalen und gebotenen Einsatz für den Wahlkreis gleichsetzen", sagte Middelberg der NOZ.

 

Abgeordnete müssen für ihren Wahlkreis eintreten

 

"Wenn Abgeordnete irgendwann nicht mehr für die Interessen ihres Wahlkreises eintreten dürfen, wird es schwierig", meint der Innenpolitiker. Er erklärte, dass er selbst sich zweimal beim Bundeswirtschaftsministerium für das niedersächsische Unternehmen Zender eingesetzt habe, indem er zwei Anfragen in Zusammenhang mit einer bereits laufenden Maskenproduktion weiterleitete - allerdings ohne dies inhaltlich zu kommentieren oder dafür Gegenleistungen bekommen zu haben, wie Middelberg sagt. "Das würde ich auch genauso wieder machen", so Middelberg weiter. pm, ots

 

English version

 

The deputy leader of the CDU/CSU parliamentary group in the Bundestag, Gitta Connemann (CDU), sees her party in a major crisis because of the mask affair. "We are in the most serious crisis since the donations affair. Only if we react with all consistency and severity will we be able to regain trust," Connemann told the "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

 

The parliamentary party leadership wants to take measures to exclude a repetition of cases like Georg Nüßlein and Nikolas Löbel in the future. However, Mathias Middelberg (CDU), the spokesperson on domestic policy of the CDU/CSU parliamentary group, urged that a careful distinction be made between corruption and a member of parliament's commitment to his or her constituency. "It is our job as MPs to stand up for the concerns of citizens or businesses in the constituency. We have to be careful not to equate corruption with the normal and necessary commitment to the constituency," Middelberg told the NOZ.

 

MPs must stand up for their constituency

 

"If MPs are at some point no longer allowed to stand up for the interests of their constituency, it will be difficult," says the home affairs politician. He explained that he himself had twice lobbied the Federal Ministry of Economics on behalf of the Lower Saxon company Zender by forwarding two enquiries in connection with an already ongoing mask production - but without commenting on the content or receiving anything in return, as Middelberg says. "I would do that again in exactly the same way," Middelberg continues. pm, ots, mei

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