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Maskenskandal: Korruptionsaffären zerstören das Vertrauen der Bürger in die Politik

Manche Vertreter des politischen Spektrums hören hin - andere im bunten Parteienspektrum wiederum schließen gerne die Ohren. Denn vor allem bei den Schwesterparteien CDU und CSU scheint es im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Masken einige „böse Brüder“ zu geben.

 

Es geht konkret um das Thema Korruption von Abgeordneten. Dass es dabei längst nicht nur um Schwächen der Unionsparteien und ihrer Vertreter, sondern auch um das andere politische Spektrum geht, muss nicht extra Erwähnung finden. Nicht umsonst haben sie in der SPD bereits den Begriff der „geschmierten Genossen“ gewählt.

 

Aufschrei scheint noch leise und milde

 

Der Aufschrei im Lande scheint aktuell noch relativ leise und milde zu sein. Ist das ein Zeichen dafür, dass wohl nur wenige Bürger wirklich überrascht sind von solchen Meldungen? Ja klar – Korruption hat es in der Politik über viele, viele Jahre hinweg immer wieder gegeben – nicht nur in der CDU. Aus Angst vor Image-Verlusten und Wählerstimmen-Einbußen geht die Merkel-Partei jetzt in die Offensive; denn die Gefahr von korruptions-geprägten Schlappen bei der heute stattfindenden Landtagswahl in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und anderen wichtigen Kommunalwahlen (zum Beispiel in Frankfurt) hat zugenommen.

 

CDU-Spitze will jetzt Klarheit

 

An der CDU-Spitze will man jetzt mehr Klarheit; denn schließlich steht dann im September die nächste  Bundestagswahl an. Niemand in der CDU verlässt sich darauf, dass die Wähler die aktuellen Korruptionsvorwürfe bis dahin vergessen haben. Und niemand in der CDU/CSU vertraut auf das Erinnerungsvermögen der Bürger, die sich an ähnliche Vergehen anderer Parteien erinnern könnten oder sollten.

 

Die Bürger sind aufgeschreckt

 

So mancher Bundesbürger ist angesichts des Geklüngels und Cliquen-Verhaltens zwischen Unternehmertum und Politik aufgeschreckt. Hier wird wieder einmal bestätigt: Geld regiert die Welt. Und das offensichtlich regelmäßig auf der „oberen Ebene“ der Politiker und den Vertretern der Wirtschaft. Wenn überbezahlte Abgeordnete nur gegen Extra-Money Leistungen erbringen, ist etwas falsch im Staate Deutschland, wo zum Beispiel das oft spärliche Altersgeld verdienter Rentner doppelt besteuert wird. Niemand versteht wirklich, dass die Großkopferten politischen Entscheidungsträger eine Ausnahme-Situation für sich schaffen wollen. Das muss bekämpft werden – auch im Sinne der Demokratie.

 

Bürger halten politische Parteien für korrupt

 

Die aktuellen Korruptionsfälle passen in das allgemeine Bild, das die Deutschen angeblich von ihren Politikern haben. Denn nach Angaben von „Transparency International“ hält die Mehrheit der Bürger in Deutschland angeblich die  politischen Parteien überwiegend für korrupt. Nach dem so genannten „Korruptionsbarometer“ stufen 59 % der Befragten die Parteien als korrupt oder sehr korrupt ein. Nicht viel besser schneiden die Medien mit 41 % ab. 37 % halten die Wirtschaft und 34 % das Parlament für korrupt. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Udo Rettberg

 

English version

 

The words "masks" and "Baku / Azerbaijan" are currently haunting Berlin's government district, the Bundestag and the Bundesrat - especially when they are not in session. Some representatives of the political spectrum are listening attentively - others in the colourful party spectrum, on the other hand, like to close their ears.

 

Because especially in the sister parties CDU and CSU there seem to be some "bad brothers" in connection with the procurement of Corona masks. Specifically, the issue is the corruption of MPs. The fact that this is by no means only about weaknesses of the Union parties and their representatives, but also about the other political spectrum, does not need to be mentioned separately. Not for nothing have they already chosen the term "bribed comrades" in the SPD.

 

The outcry in the country seems to be relatively quiet and mild at the moment. Is this a sign that only a few citizens are really surprised by such reports? Yes, of course - there has always been corruption in politics over many, many years - not only in the CDU. Fearing a loss of image and votes, Merkel's party is now going on the offensive; for the danger of corruption-tainted defeats in the upcoming state elections in Baden-Württemberg on 14 March and other important local elections (e.g. in Frankfurt on 14 March) has increased.

The CDU leadership wants more clarity now; after all, the next federal election is coming up in September. No one in the CDU is counting on the voters having forgotten the current corruption allegations by then. And no one in the CDU/CSU trusts the memory of citizens who could or should remember similar misdemeanours committed by other parties.

 

Many a German citizen is startled by the cronyism and clique behaviour between business and politics. Here it is confirmed once again: Money rules the world. And obviously regularly at the "upper level" of politicians and business representatives. If overpaid MPs only provide services in exchange for extra money, something is wrong in the state of Germany, where, for example, the often meagre retirement pay of deserving pensioners is taxed twice. Nobody really understands that the big-headed political decision-makers want to create an exceptional situation for themselves. This must be fought - also in the sense of democracy.

 

The current cases of corruption fit into the general picture that Germans supposedly have of their politicians. For according to "Transparency International", the majority of citizens in Germany allegedly consider political parties to be corrupt for the most part. According to the so-called "Corruption Barometer", 59 % of respondents rate the parties as corrupt or very corrupt. The media do not fare much better with 41 %. 37 % consider the economy and 34 % the parliament corrupt. There is hardly anything to add to this.

 

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