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Corona: Gesundheitsexperte kritisiert Modellregionen und fordert Ausgangssperren

Unter anderem das Saarland hatte angekündigt, auf diesem Wege Lockerungen durchzusetzen.

"Dass jetzt immer mehr versuchen, unter dem Deckmantel eines Modellprojekts Öffnungen zu beschließen, wird das exponentielle Wachstum vorantreiben. Wir laufen daher ganz systematisch auf eine Überforderung der Intensivkapa-zitäten zu", sagt Lauterbach.

 

Auch das Chaos um die erst beschlossene, dann wieder verworfene Osterruhe sieht er kritisch. Die sei ohnehin nichts als ein "Signal" gewesen und hätte nur einen "minimalen Effekt" gehabt: "Der Osterruhe-Beschluss war reine Symbolpolitik."

 

Lauterbach ist glücklich, weil Mutter geimpft wurde

 

Karl Lauterbach war in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder als Mahner aufgetreten, der die Lockerungswünsche gerade der Bundesländer kritisiert hatte. Im Gespräch mit dem stern fordert er angesichts der neuen Virusvarianten Ausgangssperren und ein verpflichtendes Testen der Unternehmen: "Ich habe früher noch nie Ausgangssperren gefordert. Wäre die Mutation nicht gekommen, wären wir ohne sie ausgekommen. Aber es ist einfach naiv zu glauben, dass die Leute sich abends nicht treffen und wir B.1.1.7 ohne Ausgangsbeschränkungen in den Griff bekommen."

Ihn selbst habe im Pandemie-Jahr Nummer zwei vor allem die Impfung seiner 86-jährigen Mutter glücklich gemacht - dafür habe er sich persönlich bei Biontech Gründer Ugur Sahin bedankt. pm, ots

 

English version

 

In an interview with stern, SPD health expert Karl Lauterbach is critical of the plans of cities and municipalities to define themselves as model regions in order to undermine corona restrictions. The Saarland, among others, had announced that it would implement relaxations in this way.

 

"The fact that more and more are now trying to adopt openings under the guise of a model project will drive exponential growth. We are therefore quite systematically running towards an overstretching of intensive care capacities," says Lauterbach.

He is also critical of the chaos surrounding the Easter break, which was first decided on and then rejected. It was nothing more than a "signal" anyway and would have had only a "minimal effect": "The Easter rest decision was pure symbolic politics.

 

Lauterbach is happy because mother was vaccinated

 

In the past weeks and months, Karl Lauterbach had repeatedly appeared as an admonisher, criticising the relaxation wishes of the federal states in particular. In an interview with stern, he calls for curfews and compulsory testing of companies in view of the new virus variants: "I have never called for curfews before. If the mutation hadn't come, we would have managed without them. But it's just naive to think that people won't meet in the evening and we'll get a handle on B.1.1.7 without curfews."

In pandemic year number two, he himself was particularly happy about the vaccination of his 86-year-old mother - for which he personally thanked Biontech founder Ugur Sahin. pm, ots, mei

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