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Syrien-Geberkonferenz: Über eine Milliarde Euro für das Bürgerkriegsland

Das verlautete vor der an diesem Montag beginnenden internationalen Geberkonferenz aus dem Auswärtigen Amt, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.

 

"Bei der 4. Brüsseler Konferenz 2020 hat die Bundesregierung 1,6 Milliarden Euro für Syrien und die Nachbarländer in der Region zugesagt. Für dieses Jahr planen wir ebenfalls eine Zusage substanzieller Mittel in vergleichbarer Höhe", hieß es im Auswärtigen Amt. In Berlin bekräftigt man auf Anfrage der "NOZ" zudem, an der Unterstützung der sogenannten "Weißhelme", des syrischen Zivilschutzes, festzuhalten. "Auch in diesem Jahr beabsichtigt die Bundesregierung, die Weißhelme in vergleichbarer Höhe wie in 2020 zu unterstützen", so die Auskunft aus dem Auswärtigen Amt gegenüber der "NOZ".

 

Zivilen Helfer mit 5,1 Millionen Euro unterstützt

 

Im vergangenen Jahr unterstützte Deutschland die zivilen Helfer mit 5,1 Millionen Euro. Durch "regelmäßige Gespräche, enge Koordinierung und den Einsatz einer etablierten Mittlerorganisation" sei sichergestellt, dass die Mittel für den vorgesehenen Zweck verwendet würden. In der Vergangenheit hätten die Weißhelme "die an sie überwiesenen Gelder nach Kenntnis der Bundesregierung zu jedem Zeitpunkt dem Verwendungszweck entsprechend eingesetzt". Im Jahr 2016 hatte die Organisation den alternativen Nobelpreis erhalten. Russland kritisierte die Organisation als Propagandainstrument der Anti-Assad-Koalition.

 

Zentrale Rolle der syrischen Weißhelme

 

Für die Bundesregierung nehmen die syrischen Weißhelme "weiterhin eine zentrale Rolle beim Schutz der Bevölkerung im Nordwesten Syriens ein. Sie retten regelmäßig Menschenleben, vor allem durch Bergungsarbeiten nach Luftangriffen, die in Nordsyrien weiterhin stattfinden." Darüber hinaus unterstützten die zivilen Helfer die Versorgung der Bevölkerung nach wie vor mit Basisdienstleistungen, etwa im Gesundheitsbereich. "Für die zukünftige strafrechtliche Aufarbeitung des Konflikts sind die bei den humanitären Einsätzen, wie etwa nach Angriffen, gesammelten Informationen von großer Bedeutung und können langfristig einen Beitrag zu nachhaltigem Frieden leisten", heißt es im Auswärtigen Amt. pm, ots

 

English version

 

The Federal Government will provide significantly more than one billion euros for humanitarian aid in connection with the war in Syria. This was announced by the Federal Foreign Office before the international donor conference that begins this Monday, as reported by the Neue Osnabrücker Zeitung.

 

"At the 4th Brussels Conference in 2020, the German Government pledged 1.6 billion euros for Syria and neighbouring countries in the region. For this year, we also plan to pledge substantial funds in a comparable amount," the Foreign Office said. In response to a question from the NOZ, Berlin also confirmed that it will continue to support the so-called "White Helmets", the Syrian civil defence. "The Federal Government intends to continue supporting the White Helmets this year at the same level as in 2020," the Federal Foreign Office told the NOZ.

 

Civilian aid workers supported with 5.1 million euros

 

Last year, Germany supported the civilian aid workers with 5.1 million euros. Through "regular talks, close coordination and the use of an established intermediary organisation" it was ensured that the funds were used for the intended purpose. In the past, the White Helmets had "at all times used the funds transferred to them in accordance with the intended purpose, to the knowledge of the Federal Government". In 2016, the organisation had received the Alternative Nobel Prize. Russia criticised the organisation as a propaganda tool of the anti-Assad coalition.

 

Central role of the Syrian White Helmets

 

For the German government, the Syrian White Helmets "continue to play a central role in protecting the population in northwestern Syria. They regularly save lives, especially through recovery operations after airstrikes, which continue to take place in northern Syria." In addition, he said, civilian aid workers continue to support the provision of basic services to the population, such as health care. "For the future prosecution of the conflict, the information gathered during humanitarian operations, such as after attacks, is of great importance and can make a contribution to sustainable peace in the long term," says the Federal Foreign Office. pm, ots, mei

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