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Im Kampf gegen die Pandemie braucht die Regierung jetzt schnelle Erfolge - Lösungskompetenz wird bezweifelt

Falter sagte der "Heilbronner Stimme": "Will die Bundesregierung beziehungsweise ihr CDU-geführter Teil wieder auf einen grünen Zweig kommen, bedarf es nicht nur großer Anstrengungen, sondern mindestens ebenso großer Erfolge, um dieses Vertrauen wieder herzustellen, dass im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres vorherrschte. Der wichtigste, größte Schritt dahin wären ohne Zweifel Erfolge in der Pandemie-Bekämpfung, mit welchen Mitteln auch immer."

 

Der Mainzer Parteienforscher betonte weiter: "So könnte die Bundesregierung versuchen, auf dem Weltmarkt zusätzliche Impfstoff-Kapazitäten aufzukaufen, die sofort verfügbar sind und auch nicht vor Impfstoffen wie Sputnik 5 zurückschrecken. Nicht das Prinzip zählt, sondern der Erfolg, und ob das ein Propagandaerfolg für Wladimir Putin darstellte, darunter die geringste aller Sorgen darstellen. Ohne solche schnellen und nachhaltigen Erfolge dürfte es der CDU kaum gelingen, die Abstiegsspirale, in der sie sich augenscheinlich befindet, aufzuhalten und umzukehren."

 

 Lösungskompetenz der Regierung ist erschüttert

 

Es sei offensichtlich, dass das "Vertrauen weiter Kreise in die Lösungskompetenz der Bundesregierung und des föderalen Systems" erschüttert sei, erklärte Falter, der an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine Forschungsprofessur innehat.

Zur Kanzlerkandidatenfrage in der Union sagte Falter: "Der Druck ist sicherlich gewachsen, die Angelegenheit so schnell wie möglich zu regeln, um lange quälende Diskussionen, die ein Licht auf die Zerrissenheit der Union in dieser Frage werfen würden, nach Möglichkeit zu vermeiden. Eine schnelle Entscheidung könnte übrigens Markus Söder begünstigen, da Armin Laschet als angeschlagen in der Öffentlichkeit interpretiert wird, als sei er durch die Wahlergebnisse, für die er doch eigentlich nichts kann, ernsthaft geschwächt." pm, ots

 

English version

 

German Political scientist Jürgen W. Falter sees above all the CDU in the federal government under great pressure to succeed in the Corona crisis.Falter told the "Heilbronner Stimme": "If the federal government or its CDU-led part wants to get back on track, it will require not only great efforts, but at least as great successes to restore the confidence that prevailed in the spring and summer of last year. The most important, biggest step towards this would undoubtedly be successes in the fight against the pandemic, by whatever means."

 

The Mainz-based party researcher further emphasised: "For example, the German government could try to buy up additional vaccine capacities on the world market that are immediately available and not shy away from vaccines like Sputnik 5. It is not the principle that counts, but the success, and whether this was a propaganda success for Vladimir Putin is the least of all concerns. Without such quick and sustained successes, the CDU is unlikely to succeed in halting and reversing the spiral of decline in which it apparently finds itself."

 

Government's ability to find solutions is shaken

 

Falter, who holds a research professorship at the Johannes Gutenberg University in Mainz, explained that it was obvious that the "confidence of wide circles in the competence of the federal government and the federal system to find solutions" had been shaken. On the issue of the candidate for chancellor in the Union, Falter said: "The pressure has certainly grown to settle the matter as quickly as possible in order to avoid, if possible, long agonising discussions that would shed light on the Union's discord on this issue. Incidentally, a quick decision could favour Markus Söder, as Armin Laschet is interpreted by the public as being tarnished, as if he has been seriously weakened by the election results, for which he can't actually do anything." pm, ots, mei

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