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Parteienforscher: Eklatantes Führungsversagen der Union - Söder der bessere Kandidat

"CDU und CSU verzichten aufgrund eines eklatanten Führungsversagens auf den deutlich besseren Kandidaten Markus Söder, der in der gesamten Bevölkerung einen viel stärkeren Rückhalt als Armin Laschet hat", sagte der Politologe im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

 

Schon bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni werde die CDU "mit dramatischen Verlusten dafür bezahlen müssen". Die CDU im Osten befürchte "völlig zu Recht, dass sie mit Laschet und seinem laxen Stil, seiner fehlenden Ausstrahlung und Autorität erhebliche Wähleranteile an die Rechtspopulisten verliert", sagte der Redakteur der "Blätter für deutsche und internationale Politik".

 

AfD kommt wieder in der Offensive

 

"Das wird die AfD auch bundesweit wieder in die Offensive bringen." Söder hätte die "Sogwirkung ins rechte Spektrum gestoppt und das Ausbluten der Volkspartei Union verhindern können", sagte von Lucke. "Dass die CDU-Führung diese große Chance nicht genutzt hat, ist ein großes Versagen und beschädigt die Demokratie insgesamt."

 

Union landen unter 30 Prozent

 

Auch die Aussicht auf eine klare schwarz-grüne Mehrheit habe die Union "durch das Festhalten an Laschet vertan", sagte von Lucke. "CDU und CSU dürften nun unter 30 Prozent landen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass für eine erforderliche Regierungsmehrheit ein Dreierbündnis gebraucht werden wird, erheblich gestiegen. Für die Stabilität der Republik wäre das fatal." pm, ots

 

English version

 

Party researcher Albrecht von Lucke sees Armin Laschet's candidacy as a "huge mortgage for the Union". "Due to a blatant failure of leadership, the CDU and CSU are foregoing the clearly better candidate Markus Söder, who has much stronger support among the population as a whole than Armin Laschet," said the political scientist in an interview with the "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

 

Already in the state elections in Saxony-Anhalt on 6 June, the CDU would "have to pay for this with dramatic losses". The CDU in the East fears "quite rightly that with Laschet and his lax style, his lack of charisma and authority, they will lose considerable voter shares to the right-wing populists", said the editor of the "Blätter für deutsche und internationale Politik".

 

AfD comes back on the offensive

 

"This will also put the AfD back on the offensive nationwide." Söder could have stopped the "pull into the right-wing spectrum and prevented the bleeding of the Union as a popular party," von Lucke said. "The fact that the CDU leadership did not use this great opportunity is a great failure and damages democracy as a whole."

 

CDU/CSU land below 30 per cent

 

Von Lucke said the Union had also "squandered the prospect of a clear black-green majority by sticking with Laschet". "CDU and CSU are now likely to end up below 30 per cent. As a result, the probability that a tripartite alliance will be needed for a required government majority has increased considerably. For the stability of the republic, that would be fatal." pm, ots, mei

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