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Leichte Verbesserung beim Geschäftsklima - Gastgewerbe und Tourismussektor leiden weiter

Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage erneut besser. Jedoch waren sie nicht mehr ganz so optimistisch mit Blick auf das kommende halbe Jahr. Die dritte Infektionswelle und Engpässe bei Vorprodukten dämpfen die Erholung der deutschen Wirtschaft.

 

Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima auf den höchsten Wert seit Mai 2018. Die Unternehmen berichteten von einem merklich besseren Geschäftsverlauf. Die Nachfragesituation ist weiterhin sehr gut. Die Kapazitätsauslastung konnte deutlich von 81,9 auf 86,2 Prozent zulegen. Sie liegt damit erstmals seit knapp zwei Jahren wieder über dem langfristigen Durchschnitt von 83,5 Prozent. Die optimistischen Erwartungen erhielten jedoch einen Dämpfer. 45 Prozent der Unternehmen berichteten über Engpässe bei Vorprodukten. Das ist der höchste Wert seit 1991.

 

Dienstleister sind weniger zufrieden

 

Im Dienstleistungssektor gab der Geschäftsklimaindikator nach dem starken Anstieg im Vormonat wieder etwas nach. Die Dienstleister waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Auch der zuletzt aufkeimende Optimismus ist wieder verschwunden. Während die Logistikbranche vom Aufschwung in der Industrie profitiert, leiden weiterhin insbesondere das Gastgewerbe und der Tourismussektor.

 

Handel hat sich Geschäftsklima verbessert

 

Im Handel hat sich das Geschäftsklima leicht verbessert. Dies war auf deutlich bessere Einschätzungen zur aktuellen Lage zurückzuführen, insbesondere bei den Autohändlern. Mit Blick auf die kommenden Monate nahm hingegen der Pessimismus wieder merklich zu. Die Stimmung im Großhandel ist dabei weiterhin besser als im Einzelhandel.

 

Baufirmen sind weniger zufrieden

 

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gesunken. Die Baufirmen waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Ihre Erwartungen sind auch weiterhin von deutlicher Skepsis geprägt. Auch hier berichteten viele Unternehmen von Materialknappheit. pm, ifo

 

English version

 

Sentiment among business leaders has improved slightly. The Ifo Business Climate Index rose to 96.8 points in April from 96.6 points in March. Companies again assessed their current business situation as better. However, they were no longer quite as optimistic with regard to the coming six months. The third wave of infection and shortages of intermediate products are dampening the recovery of the German economy.

 

In manufacturing, the business climate improved to its highest level since May 2018, with companies reporting a noticeable improvement in business activity. The demand situation remains very good. Capacity utilisation increased significantly from 81.9 to 86.2 per cent. This is the first time in almost two years that it has been above the long-term average of 83.5 per cent. However, the optimistic expectations were dampened. 45 percent of the companies reported bottlenecks in intermediate products. This is the highest value since 1991.

 

Service providers are less satisfied

 

In the service sector, the business climate indicator fell again somewhat after the strong increase in the previous month. Service providers were somewhat less satisfied with their current situation. The optimism that had recently been budding has also disappeared again. While the logistics sector benefited from the upswing in industry, the hospitality and tourism sectors in particular continued to suffer.

 

Business climate in trade has improved

 

In trade, the business climate improved slightly. This was due to significantly better assessments of the current situation, especially among car dealers. Looking ahead to the coming months, however, pessimism increased noticeably again. The mood in wholesale continues to be better than in retail.

 

Construction firms are less satisfied

 

In the construction industry the business climate indicator fell. Construction firms were somewhat less satisfied with their current situation. Their expectations continue to be marked by clear scepticism. Here, too, many companies reported a shortage of materials. pm, ifo, mei

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