Fourniret: Frankreichs schlimmster Serienmörder stirbt mit 79 Jahren

Michel Fourniret, der französische Serienmörder, der zwei lebenslange Haftstrafen für die Ermordung von acht Menschen verbüßte, starb am Montag im Alter von 79 Jahren in einem Pariser Krankenhaus.

 

Seine Opfer waren Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 22 Jahren. Fourniret wurde 2008 für die Ermordung von sieben Frauen und Mädchen verurteilt. Er hatte seine Opfer vor ihrer Ermordung vergewaltigt oder versucht zu vergewaltigen. 

 

Seine Mordserie erstreckte sich zwischen den Jahren 1987 bis 2001. Fourniret, der sich nach eigenen Angaben von "Jungfrauen" angezogen fühlte, wurde 2003 verhaftet, nachdem ein 13-jähriges Mädchen aus seinem Lieferwagen entkommen konnte und die Polizei rief.

 

Einer der berüchtigsten Serienmörder Europas

 

Zu diesem Zeitpunkt war Fourniret einer der berüchtigtsten Serienmörder Europas. Das "Monster der Ardennen", denn der Mörder beging die meisten seiner Verbrechen in den bewaldeten Ardennen im Norden Frankreichs und in Belgien. Die Polizei habe damals eine Reihe von Gelegenheiten verpasst, Fourniret zu fassen.

 

Fourniret prahlt mit seinen Taten

 

Vor seiner Mordserie war Fourniret ein Schach spielender Literaturliebhaber, der in einem Schloss lebte. Doch dann durchstreifte er 15 Jahre lang Ostfrankreich auf der Suche nach "Jungfrauen" die er vergewaltigen und töten konnte. Seine Frau half ihm bei seinen Verbrechen. Er habe sogar damit geprahlt, ein besserer "Killer" zu sein, als der sadistische belgische Pädophile Marc Dutroux.

 

Elf Morde gestanden

 

Fourniret gestand insgesamt elf Morde - darunter den Mord an der britische Studentin Joanna Parish. Darüber hinaus wurde er mit weiteren Verschwundenen in Verbindung gebracht. Sein jüngstes Opfer war ein neunjähriges Mädchen, das er vergewaltigte und tötete. Monate danach wurde er in Belgien bei dem Versuch erwischt, eine 13-Jährige zu entführen.

 

Dritte Ehefrau war seine Komplizin

 

Mittäterin war Fournirets dritte Ehefrau, Monique O. Sie half ihren Mann dabei, Jungfrauen zu finden, die er vergewaltigen und töten konnte. Um die Opfer in Sicherheit zu wiegen, habe sie sogar ihren kleinen Sohn mitgenommen. Das Paar hatte geheiratet, als Fourniret seine zweite Gefängnisstrafe wegen Sexualstraftaten absaß.

 

Bankräuber im Gefängnis kennengelernt

 

Im Gefängnis lernte Fourniret einen berüchtigten Bankräuber kennen. Nach seiner Entlassung haben dessen Frau ihn gebeten, gestohlenes Gold auszugraben, das auf einem Friedhof vergraben war. Das Ehepaar Fourniret erwürgte aber die Frau und kaufte von der Beute ein Schloss..

 

Als Aufseher in einer Schule

 

Fourniret wurde am 4. April 1942 in Sedan nahe der belgischen Grenze im Nordosten Frankreichs geboren. Später er diente in der französischen Armee während des  Unabhängigkeitskrieges in Algerien, das damals zu Frankreich gehörte. Später arbeitete er als Tischler, Elektriker und sogar als Aufseher in einer Schule.

 

Nach Kriegs-Rückkehr zum Sexualverbrecher

 

Seine Sexualverbrechen begannen schon bald nach seiner Algerien-Rückkehr, als er als 25-Jähriger zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde, weil er in seiner Heimatregion Ardennen ein Mädchen überfallen hatte. Seine erste Frau ließ sich von ihm scheiden. Fourniret beging bis 1984 weiter Sexualverbrechen. Dann kam er wieder ins Gefängnis, weil er eine junge Frau angegriffen hatte.

 

Founiret findet Brieffreundin

 

Nachdem ihn seine zweite Frau verlassen hatte, gab er eine Zeitungsanzeige auf, in der er eine Brieffreundin suchte und Monique O. antwortete. Sie wartete auf ihn vor einem Gefängnis in der Nähe von Paris, als er im Oktober 1987 entlassen wurde. Ihr erster gemeinsamer Überfall fand zwei Monate nach seiner Entlassung statt. Das Paar fuhr mit seinem Van an der 17-jährigen Isabelle L. vorbei und fragte diese nach dem Weg und überredete sie, in ihren Van zu steigen und ihnen den Weg zu zeigen. 

 

Lebenslange Haftstrafe für das Ehepaar

 

Das Ehepaar wurde 2008 in Frankreich vor Gericht gestellt. Fourniret wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe für die Morde an sieben Mädchen und jungen Frauen verurteilt, deren Leichen gefunden werden konnten. Fournirets ehemalige Frau Monique O. (72) erhielt eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit der Bewährung.

 

Im Gefängnis weitere Morde gestanden

 

Nach fast 13 Jahren im Gefängnis gestand Fourniret drei weitere Morde. Im vergangenen Jahr gab das geschiedene Paar dann zu,  eine 9-jähriges Mädchen auf dem Heimweg von der Schule in der Nähe von Paris vergewaltigt und getötet zu haben, wenige Monate vor ihrer Verhaftung im Jahr 2003. mei

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