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Junge Erwachsene haben das höchste Armutsrisiko

Die Altersgruppe mit dem höchsten Armutsrisiko sind nach Erkenntnissen des Soziologen Jürgen Schupp die jungen Erwachsenen. Das gehe aus dem aktuellen, nunmehr sechsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hervor, sagte der Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "nd.DerTag".

 

Auf diese Gruppe müsse jetzt der politische Fokus gerichtet werden: "Diejenigen ohne ordentlichen Schulabschluss oder ohne beruflichen Abschluss müssen vor dem Schicksal der Langzeitarbeitslosigkeit bewahrt werden", so Schupp, der am DIW von 2011 bis 2017 das Sozio-oekonomische Panel geleitet hatte. Dessen Arbeit ist eine wesentliche Datengrundlage aller Armuts- und Reichtumsberichte.

 

Warum es noch Handlungsbedarf gibt

 

Im vierten und fünften dieser Berichte war die Kinderarmut noch überproportional hoch, das sei in der jüngsten Version nicht mehr der Fall, erläuterte Schupp. Er sehe noch Handlungsbedarf dazu, in welcher Form Kindern unabhängig von Hartz IV ihnen zustehende Leistungen gewährt werden könnten. Mit dem jüngsten Bericht habe das DIW eine neue Datenbasis für die Hocheinkommensbeziehenden vorgelegt, erklärte der Wissenschaftler.

 

Schlechte Datenlage bei den hohen Einkommen

 

"Da konnte im Bereich der Vermögen eine größere Ungleichheit identifiziert werden, als sie im letzten Bericht noch angenommen wurde." Schupp bemängelte unabhängig davon die sehr schlechte Datenlage im Bereich der hohen und höchsten Einkommen in Deutschland. Der neueste Armuts- und Reichtumsbericht war am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet worden. pm, ots

 

Mehr Infos über Armut in Deutschland (Short links)

 

Gesellschaftliche Mitte und Armut: https://bit.ly/3tLkFtu

Arme Kinder in Ghettos: https://bit.ly/3oei22l

 

 

English version

 

According to sociologist Jürgen Schupp, the age group with the highest risk of poverty is young adults. This is the result of the current, now sixth poverty and wealth report of the federal government, said the scientist from the German Institute for Economic Research (DIW) to the Berlin-based daily newspaper "nd.DerTag".

 

The political focus must now be on this group: "Those without a proper school-leaving certificate or vocational qualification must be saved from the fate of long-term unemployment," said Schupp, who headed the Socio-Economic Panel at the DIW from 2011 to 2017. The panel's work is an essential data basis for all poverty and wealth reports.

 

Why there is still a need for action

 

In the fourth and fifth of these reports, child poverty was still disproportionately high; this is no longer the case in the most recent version, Schupp explained. He still sees a need for action on how children can be granted the benefits to which they are entitled, regardless of Hartz IV. With the latest report, the DIW has presented a new data basis for high-income recipients, the scientist explained.

 

Poor data situation for high incomes

 

"There, a greater inequality could be identified in the area of wealth than was still assumed in the last report." Regardless of this, Schupp criticised the very poor data situation in the area of high and highest incomes in Germany. The latest Poverty and Wealth Report was adopted by the Federal Cabinet on Wednesday. pm, ots, mei

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