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Kritik an Berliner Innensenator : "Grotesk, satirische Fehlbeschreibungen"

Der Journalist und Nahost-Experte Constantin Schreiber hat Äußerungen des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD) zur pro-palästinensischen Protesten scharf kritisiert.

 

Geisel hatte die Demonstranten nach den Ausschreitungen mit verletzten Polizisten in Berlin als "arabischstämmig, nicht politisch organisiert und eher erlebnisorientiert" bezeichnet. "Das hat mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun. Das sind keine sprachlichen Verrenkungen mehr, das sind groteske satirische Fehlbeschreibungen. Ich frage mich, wen man da für dumm verkaufen will?", sagte Schreiber dazu im Podcast "Die Wochentester" von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)". Seine These: "Man hat große Angst, etwas zu sagen, was möglicherweise einen Shitstorm auslöst und vielleicht eine unangenehme Rassismus- oder Islamophobie-Debatte."

 

Übler Hisbollah-Propaganda-Sender

 

Der "Tagesschau"-Sprecher fordert im Gespräch mit den Moderatoren Wolfgang Bosbach und Christian Rach zudem, arabische Medien zu blockieren, die antisemitische Hetze bei muslimischen Communities in Deutschland verbreiten. "Warum muss man die schlimmen arabischen Seiten in Deutschland lesen können? Die Technologie, um das zu unterbinden, gibt es ja. Das ist für mich auch kein Eingriff in die Meinungsfreiheit. Wenn da 'Tod allen Juden' steht, ist das für mich keine Meinung." Schreiber: "Sie können sich in Köln, Hamburg oder Berlin den ganzen Tag 'Al-Manar-TV' anschauen. Das ist der Hisbollah-Propaganda-Sender, wo den ganzen Tag Antisemitismus übelster Form verbreitet wird."

 

Die mediale Nabelschnur durchtrennen

 

Man müsse dringend thematisieren, wie diesen Medien Einhalt geboten werden könne. "Würde das auf Deutsch stattfinden, wäre das ein Fall für den Staatsschutz. Die mediale Nabelschnur in die Heimat muss in irgendeiner Weise durchtrennt werden. Solange dort ein Nachfluss stattfindet von Indoktrination, von Propaganda oder von Falschin-formation, macht es keinen Unterschied, ob Sie in Damaskus oder Kairo sitzen oder in Berlin." pm, ots

 

English version

 

The journalist and Middle East expert Constantin Schreiber has sharply criticised statements made by Berlin's Senator of the Interior Andreas Geisel (SPD) on pro-Palestinian protests.

 

Geisel had described the demonstrators after the riots with injured police officers in Berlin as "of Arab origin, not politically organised and rather experience-oriented". "That no longer has anything to do with reality. These are no longer linguistic contortions, these are grotesque satirical misdescriptions. I wonder who is being taken for a fool?", Schreiber said in the podcast "Die Wochentester" of "Kölner Stadt-Anzeiger" and "RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)". His thesis: "People are very afraid to say something that might trigger a shitstorm and perhaps an unpleasant racism or Islamophobia debate."

 

Evil Hezbollah propaganda channel

 

Speaking to presenters Wolfgang Bosbach and Christian Rach, the "Tagesschau" spokesman also calls for Arab media outlets that spread anti-Semitic agitation among Muslim communities in Germany to be blocked. "Why do you have to be able to read the bad Arabic sites in Germany? The technology to stop that exists. I don't see that as an infringement of freedom of opinion. If it says 'Death to all Jews', that's not an opinion for me." Schreiber: "You can watch 'Al-Manar-TV' all day in Cologne, Hamburg or Berlin. That's the Hezbollah propaganda channel where anti-Semitism is spread in the worst form all day."

 

Cutting the media umbilical cord

 

He said there was an urgent need to address how these media could be stopped. "If this were to take place in German, it would be a case for state security. The media umbilical cord to the homeland must be cut in some way. As long as there is an afterflow of indoctrination, of propaganda or of false information there, it makes no difference whether you sit in Damascus or Cairo or in Berlin." pm, ots, mei

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