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Auf sein öffentliches Coming Out ist Klaus Wowereit immer noch stolz

Klaus Wowereit ist noch heute stolz auf sein öffentliches Coming Out, das sich an diesem Donnerstag zum 20. Mal jährt. "Ich denke, dass es richtig war, in die Offensive zu gehen und bin auch ein bisschen stolz darauf, was das für andere bewirkt hat", sagte Wowereit im Interview mit dem "Tagesspiegel".

 

Den legendären Satz "Ich bin schwul und das ist auch gut so" habe er vorher nicht formuliert: "Der kam spontan." Das Coming Out sei an sich von ihm aber vorbereitet gewesen, selbst wenn ihn einige Berater davon abhalten wollten. In seinen jungen Jahren hätte er es sich allerdings niemals vorstellen können, dass er sich "am Ende auf diese Weise vor Millionen von Menschen outen und mit meinem Outing berühmt werden würde".

 

Erster Spitzenpolitiker, der zu seiner Homosexualität stand

 

Wowereit war damals der erste Spitzenpolitiker in Deutschland, der öffentlich zu seiner Homosexualität stand. In dem Interview äußert sich der ehemalige Regierende Bürgermeister der SPD auch kritisch zur Debatte um Identitätspolitik: "Dass man sich nicht nur um kleine Randgruppen kümmern soll, sondern mal wieder die Norm oder die Mehrheit im Blick behalten müsse, ist eine völlig kontraproduktive Diskussion", kritisiert Wowereit im "Tagesspiegel". pm, ots

 

English version

 

Klaus Wowereit is still proud of his public coming out, which marks its 20th anniversary this Thursday. "I think it was right to go on the offensive and I am also a little proud of what it has done for others," Wowereit said in an interview with the Tagesspiegel.

 

He had not formulated the legendary sentence "I'm gay and that's a good thing" beforehand: "It came spontaneously. However, he had prepared his coming out, even if some advisors wanted to prevent him from doing so. In his younger years, however, he could never have imagined that he would "end up coming out in this way in front of millions of people and become famous with my coming out".

 

First top politician to admit his homosexuality

 

At the time, Wowereit was the first top politician in Germany to publicly admit his homosexuality. In the interview, the former governing mayor of the SPD is also critical of the debate on identity politics: "That one should not only take care of small fringe groups, but should once again keep the norm or the majority in mind, is a completely counterproductive discussion," Wowereit criticises in the "Tagesspiegel". pm, ots, mei

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