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Corona-Hilfen: Unternehmen verzichten auf bereitgestellte Hilfsgelder

Nach gut einem Jahr Corona-Pandemie haben deutsche Unternehmen weniger Corona-Hilfen erhalten als die Politik bereitgestellt hatte. Das geht aus einem Bericht der Dresdener Niederlassung des Ifo-Instituts hervor.

 

„Nur ein Bruchteil der veranschlagten Hilfsmittel wurde an die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen ausgezahlt“, sagt Selina Schulze Spüntrup, Wissenschaftlerin in der Dresdner Niederlassung des Ifo- Instituts. „Das hat auch damit zu tun, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst wurden, um Missbrauch auszuschließen. Zudem war bei der Bereitstellung der Mittel auch nicht klar, wie viele Unternehmen tatsächlich Hilfe in Anspruch nehmen würden.“

 

Diverse Hilfsprogramme aufgelegt

 

Um die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die betroffenen Unternehmen abzumildern, hatten Bund und Länder diverse Hilfsprogramme aufgelegt. Der Bund hat in Zuschussprogrammen 150 Milliarden Euro bereitgestellt. Hiervon wurden bislang rund 24 Prozent abgerufen. Für die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, von denen weniger als ein Drittel in Anspruch genommen wurde.

 

Deutlich unter veranschlagten Summen

 

Auch bei den anschließenden Überbrückungshilfen liegt das Volumen der ausgezahlten Gelder deutlich unter den veranschlagten Summen (Überbrückungshilfe I: 5,6 Prozent, Überbrückungshilfe II: 10,4 Prozent, Überbrückungshilfe III: 28,18 Prozent). Von den Novemberhilfen wurden etwa 56 Prozent der verfügbaren Mittel ausgezahlt, von den Dezemberhilfen rund 33 Prozent. Kredite aus dem KfW-Sonderprogramm, die in unbegrenzter Höhe zur Verfügung stehen, wurden bisher mit einem Gesamtvolumen von rund 46 Milliarden Euro zugesagt. pm, ifo

 

English version

 

After a good year of the Corona pandemic, German companies have received less Corona aid than the politicians had provided. This is according to a report by the Dresden branch of the Ifo Institute.

 

"Only a fraction of the budgeted aid was paid out to the companies affected by the Corona pandemic," says Selina Schulze Spüntrup, a researcher at the Dresden branch of the Ifo Institute. "This also has to do with the fact that the eligibility criteria were partly quite strict in order to exclude abuse. Moreover, when the funds were made available, it was also not clear how many companies would actually take advantage of help."

 

Various aid programmes launched

 

In order to mitigate the financial consequences of the Corona crisis for the affected companies, the federal and state governments had launched various aid programmes. The federal government has made 150 billion euros available in grant programmes. So far, about 24 percent of this amount has been drawn down. 50 billion was budgeted for emergency aid from the federal government, of which less than a third has been used.

 

Significantly below budgeted sums

 

The volume of money disbursed for the subsequent bridging aid is also significantly below the budgeted sums (Bridging Aid I: 5.6 percent, Bridging Aid II: 10.4 percent, Bridging Aid III: 28.18 percent). Of the November assistance, around 56 percent of the available funds were disbursed, and of the December assistance around 33 percent. Loans from the KfW Special Programme, which are available in unlimited amounts, have been committed to date with a total volume of around 46 billion euros. pm, ifo, mei

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