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Linke: Bundesregierung stellt Weichen auf einen Krieg mit Russland

Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen hat zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 mit scharfen Worten die Außenpolitik der Bundesrepublik gegenüber Russland angegriffen.

 

"Die Bundesregierung stellt die Weichen ganz offen auf die Vorbereitung eines Krieges gegen Russland", schreibt die Linke-Politikerin in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "nd.DerTag". Auch angesichts des barbarischen Charakters des Vernichtungskrieges, der rund 27 Milionen Bürgerinnen und Bürger Russlands und der anderen Sowjetrepubliken das Leben kostete, könne es nur eine Lehre geben: "Freundschaft mit Russland und den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken muss Maxime deutscher Politik werden."

 

Deutsch-russischen Beziehungen am Tiefpunkt

 

Die aktuelle Politik sowohl der Bundesregierung, aber auch der FDP und der Grünen kritisiert Dagdelen. Die deutsch-russischen Beziehungen seien an einem "Tiefpunkt" angelangt. "Säbelrasseln, Konfrontationsgeschrei und Kriegsgeheul prägen die deutsche Öffentlichkeit zunehmend. Jeder, der widerspricht, wird als Kreml-Marionette abgestempelt." Dies sowie Nato-Manöver an der Westgrenze Russlands wie "Defender 21" dürften "getrost als Teil einer moralischen Mobilmachung und Kriegsvorbereitung gewertet werden".

 

Doppelte "Standards" in der Außenpolitik

 

Dagdelen verweist auf "doppelte Standards" der deutschen Außenpolitik, auch in der heutigen Bewertung kriegerischer Handlungen: "Erinnert werden soll schon, aber bitte ohne Schlussfolgerungen für die Gegenwart. Weit weist man den Vorwurf des Russland-Hasses von sich, aber doppelte Standards beim Umgang etwa mit den Massenmördern der USA, ihren Präsidenten Barack Obama, Donald Trump oder Joe Biden, die Tausende Menschen per Tötungsbefehl in den vergangenen Jahren weltweit ermorden ließen, fallen ins Auge", so Dagdelen. pm, ots

 

English version

 

On the occasion of the 80th anniversary of the German invasion of the Soviet Union on 22 June 1941, Sevim Dagdelen, a member of the Left Party in the Bundestag, attacked the foreign policy of the Federal Republic of Germany towards Russia with harsh words.

 

"The German government is openly setting the course for the preparation of a war against Russia," writes the Left Party politician in a guest article for the daily newspaper "nd.DerTag". In view of the barbaric nature of the war of extermination, which cost the lives of around 27 million citizens of Russia and the other Soviet republics, there can only be one lesson: "Friendship with Russia and the other former Soviet republics must become the maxim of German policy.

 

German-Russian relations at rock bottom

 

Dagdelen criticises the current policy of the German government, but also of the FDP and the Greens. German-Russian relations have reached a "low point". "Sabre-rattling, cries of confrontation and howls of war increasingly characterise the German public. Anyone who disagrees is labelled a Kremlin puppet." This, as well as Nato manoeuvres on Russia's western border such as "Defender 21", can "confidently be seen as part of a moral mobilisation and preparation for war".

 

Double "standards" in foreign policy

 

Dagdelen points to "double standards" in German foreign policy, also in today's assessment of acts of war: "It should be remembered, but please without drawing conclusions for the present. The accusation of hatred of Russia is widely dismissed, but double standards in dealing with, for example, the mass murderers of the USA, their presidents Barack Obama, Donald Trump or Joe Biden, who have had thousands of people murdered worldwide in recent years, are striking," said Dagdelen. pm, ots, mei

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