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Afghanistan: Grandioses Versagen der deutschen Außenpolitik

Der Spitzenkandidat der Linken, Dietmar Bartsch, richtet harsche Kritik an die Bundesregierung und deren Außenpolitik:

 

"Das war ein grandioses Versagen. Wenn ich mir Lageberichte aus dem Auswärtigen Amt anschaue, wenn ich mir die Äußerungen von Heiko Maas anschaue, dann ist das alles ein Maß an Unkenntnis und Unprofessionalität, wie ich das nicht für möglich erachtet habe." Auch der erste Rettungseinsatz der Luftwaffe sei skandalös. Im phoenix-Interview sagt Bartsch: "Es ist unfassbar, dass nur sieben Leute in dieser Maschine waren. Man hätte sie vollmachen müssen, das ist eine Verantwortung, in der Deutschland steht." In Afghanistan deute sich eine humanitäre Katastrophe an, es dürfe nun keine Listenpolitik oder deutsche Bürokratie geben, sondern es müsse direkt geholfen werden.

 

System kollektiver Sicherheit gefordert

 

Bartsch und die Linke sprechen sich ferner für ein System kollektiver Sicherheit unter Einschluss Russlands in Europa aus: "Wir müssen aus den Schützengräben des Kalten Krieges dringend raus." Nur in Richtung Aufrüstung zu denken, sei das falsche Ziel: "Uns bedrohen aktuell keine fremden Armeen, aber uns bedrohen eine Pandemie, ein Virus, und da müssen wir in die Zukunft investieren." pm, ots

 

English version

 

The leading candidate of the Left Party, Dietmar Bartsch, harshly criticises the German government and its foreign policy.

 

"This was a grandiose failure. When I look at situation reports from the Foreign Office, when I look at Heiko Maas' statements, it's all a level of ignorance and unprofessionalism that I didn't think was possible." He also said the first air force rescue mission was scandalous. In the phoenix interview, Bartsch says: "It is inconceivable that there were only seven people in this plane. It should have been filled up, that's a responsibility Germany has." A humanitarian catastrophe is looming in Afghanistan, he said, and there should now be no list politics or German bureaucracy, but direct help.

 

Collective security system called for

 

Bartsch and the Left Party also advocate a system of collective security in Europe, including Russia: "We urgently need to get out of the trenches of the Cold War. Thinking only in terms of rearmament is the wrong goal, they say: "We are not currently threatened by foreign armies, but we are threatened by a pandemic, a virus, and we must invest in the future." pm, ots, mei

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