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Mit der SPD will Baerbock Kanzlerin werden - Kein Bündnis mit Linken

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat ihren  Regierungsanspruch bekräftigt und die SPD als Wunsch-partnerin genannt. "Ich trete an, die nächste Bundesregierung inhaltlich, aber auch personell zu führen. Und beim Partner: Am liebsten mit der SPD", sagte Baerbock dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

 

Ein Regierungsbündnis mit der Linkspartei hält die Co-Vorsitzende der Grünen wegen deren Außenpolitik faktisch für ausgeschlossen. "Die nächste Bundesregierung muss endlich wieder eine aktive, pro-europäische Außenpolitik betreiben." Dafür brauche es eine Koalition, "in der alle Regierungsparteien voll und ganz hinter der europäischen außenpolitischen Verantwortung stehen". Bereits zuvor hatte Baerbock die Linkspartei scharf attackiert, weil diese den Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan nicht mittragen wollte.

 

Entwicklung der Erderhitzung

 

Baerbock sprach von einer "Richtungswahl". Die kommende Regierung sei "die letzte, die mit ihren Entscheidungen noch relevant Einfluss auf die Entwicklung der Erderhitzung nehmen" könne. Veränderung gebe es insgesamt nur mit den Grünen. "Wir wollen zum Beispiel durch Veränderungen einen starken Sozialstaat erhalten - mit Investitionen in gute Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Schwimmbäder und Sportvereine. Sonst zerbröseln uns diese Orte des Miteinanders."

 

Investitionsregel statt Schuldenbremse

 

Dafür wolle ihre Partei die Schuldenbremse durch eine "Investitionsregel" ergänzen, die Erneuerungen der Infrastruktur ermögliche. "Die Politik des Abwartens hat dazu geführt, dass jede sechste Brücke, jede sechste Schienenweiche marode ist. Die Substanz des Wirtschaftsstandorts Deutschland zerfällt - buchstäblich. Das war keine Politik für die Zukunft, sondern zum Schaden für den Wohlstand in unserem Land. Wer das nicht ändern will, sollte lieber in die Opposition gehen." pm, ots

 

English version

 

The Greens' candidate for chancellor, Annalena Baerbock, has reaffirmed her claim to government and named the SPD as her preferred partner. "I want to lead the next federal government in terms of content, but also in terms of personnel. And in terms of partners: preferably with the SPD", Baerbock told the "Kölner Stadt-Anzeiger".

 

The co-chairwoman of the Greens considers a government alliance with the Left Party de facto out of the question because of its foreign policy. "The next federal government must finally pursue an active, pro-European foreign policy again." For this, she said, a coalition is needed "in which all government parties are fully behind European foreign policy responsibility". Baerbock had already sharply attacked the Left Party for not wanting to support the evacuation of the Bundeswehr in Afghanistan.

 

Development of global warming

 

Baerbock spoke of a "directional election". The coming government would be "the last one whose decisions can still have a relevant influence on the development of global warming". Overall, there would only be change with the Greens. "For example, we want to maintain a strong welfare state through changes - with investments in good day-care centres, schools, hospitals, swimming pools and sports clubs. Otherwise these places of togetherness will crumble."

 

Investment rule instead of debt brake

 

To this end, her party wants to supplement the debt brake with an "investment rule" that allows for infrastructure renewal. "The policy of waiting has led to every sixth bridge and every sixth rail switch being dilapidated. The substance of Germany as a business location is crumbling - literally. That was not a policy for the future, but to the detriment of prosperity in our country. Those who don't want to change this should rather go into opposition." pm, ots, mei

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