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EU-Parlament: Sorgen wegen Spannungen zwischen Serbien und Kosovo

Die wieder aufgeflammten Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo beschäftigen nun auch das Europaparlament.

 

"Die jüngsten Spannungen zwischen Serbien und Kosovo bieten Anlass zur Sorge. Eine militärische Zuspitzung muss unbedingt vermieden werden. Beide Seiten sind verpflichtet, die Sicherheit aller Menschen zu gewährleisten. Provokationen sowie spalterische Rhetorik müssen unverzüglich aufhören", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, David McAllister, im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Er werde das Thema auf die Tagesordnung des Auswärtigen Ausschusses setzen.

 

Angespannte Lage nicht aus dem Ruder laufen lassen

 

Der CDU-Politiker appellierte an die Konfliktparteien, die angespannte Lage an der Grenze nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Es sei entscheidend, die Situation schnellst-möglich zu deeskalieren und eine nachhaltige und friedliche Lösung herbeizuführen. Der "NOZ" sagte McAllister weiter: "Es wäre ein Signal der Entspannung, wenn sowohl die Spezialeinheiten der Polizei und Armee sich zurückziehen als auch die Straßensperren wieder abgebaut werden. Geboten ist eine unbürokratische Lösung für das Grenzmanagement."

 

Es geht Stabilität und Sicherheit der gesamten Region

 

McAllister forderte die Regierungen Serbiens und des Kosovo auf, "den unter der Leitung des EU-Sonderbeauftragten, Miroslav Lajcák, vermittelten Dialog zu nutzen". Diese Plattform diene dazu, alle offenen Fragen zu klären, einschließlich des Themas der Freizügigkeit. "Das Ziel", so der Europapolitiker, "ist ein umfassendes, nachhaltiges und rechtsverbindliches Abkommen beider Seiten." Es gehe um die Stabilität, die Sicherheit und den Wohlstand in der gesamten Region. pm, ots

 

English version

 

The renewed tensions between Serbia and Kosovo now also concern the European Parliament.

 

"The recent tensions between Serbia and Kosovo are a cause for concern. A military escalation must be avoided at all costs. Both sides have a duty to ensure the security of all people. Provocations as well as divisive rhetoric must stop immediately," said the Chairman of the Foreign Affairs Committee in the European Parliament, David McAllister, in an interview with the "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ). He would put the issue on the agenda of the Foreign Affairs Committee.

 

Do not let tense situation get out of hand

 

The CDU politician appealed to the parties to the conflict not to let the tense situation at the border get out of hand. He said it was crucial to de-escalate the situation as quickly as possible and to bring about a sustainable and peaceful solution. McAllister further told the "NOZ": "It would be a signal of détente if both the special police and army units withdrew and the roadblocks were dismantled again. What is needed is a non-bureaucratic solution for border management."

 

Stability and security of the entire region are at stake

 

McAllister called on the governments of Serbia and Kosovo to "make use of the dialogue mediated under the leadership of the EU Special Representative, Miroslav Lajcák". This platform would serve to clarify all open questions, including the issue of freedom of movement. "The goal," said the European politician, "is a comprehensive, sustainable and legally binding agreement between the two sides." The stability, security and prosperity of the entire region are at stake. pm, ots, mei

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