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Bundesregierung will die Transparenzpflicht für Corona-Hilfen erhöhen

Die Bundesregierung will Transparenzpflichten für die Veröffentlichung ausgezahlter Corona-Hilfen aufweichen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) berichtet, sollen entsprechende Untergrenzen deutlich nach oben korrigiert werden.

 

Laut einer Sprecherin des Bundeswirt-schaftsministeriums, setzt sich der Bund derzeit bei der EU-Kommission dafür ein, dass "der Schwellenwert, ab dem eine Veröffentlichung zu erfolgen hat, von derzeit 100.000 Euro auf 500.000 Euro raufgesetzt wird". Bislang müssen eigentlich alle Empfänger, die mehr als 100.000 Euro im Zuge der sogenannten Kleinbeihilfen erhalten haben, spätestens ein Jahr nach Erhalt der Gelder öffentlich benannt werden. Für Agrarbetriebe gilt eine Grenze von 10.000 Euro. Zu den Kleinbeihilfen zählen die November- und Dezemberhilfe aus dem Jahr 2020, aber auch verschiedenen Überbrückungshilfen, die zum Teil noch laufen.

 

Veröffentlichung auf Transparenz-Portal der EU

 

Wie die "NOZ" weiter berichtet, sind bislang kaum Unternehmen benannt worden. Auf Anfrage verwiesen die Wirtschaftsressorts in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf noch laufende Gespräche mit dem Bund. Angedacht ist eine Veröffentlichung auf einem Transparenz-Portal der EU. Dieses soll die zuständigen Stellen in den Ländern entlasten.

 

NBank veröffentlicht Liste von Unternehmen

 

Schleswig-Holstein nutzt die Plattform bereits für solche Fälle, in denen die Veröffentlichungsfrist näher rückt. Die Förderbank NBank in Niedersachsen hat indes mit Stand 30. Juni alle Empfänger mit Summen über den Schwellenwerten auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Die Listen umfassen Tausende Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, die zusammengenommen weit mehr als eine Milliarde Euro erhalten haben. Einzelne Firmen bekamen demnach Hilfen von zwölf Millionen Euro und mehr. pm, ots

 

English version

 

The federal government wants to soften transparency obligations for the publication of disbursed Corona aid. As reported by the Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), the corresponding lower limits are to be corrected significantly upwards.

 

According to a spokeswoman of the Federal Ministry of Economics, the federal government is currently lobbying the EU Commission to "raise the threshold value for publication from the current 100,000 euros to 500,000 euros". Up to now, all recipients who have received more than 100,000 euros in the course of so-called small subsidies must actually be publicly named no later than one year after receiving the money. For agricultural enterprises, the limit is 10,000 euros. Small grants include the November and December grants from 2020, but also various bridging grants, some of which are still ongoing.

 

Publication on EU transparency portal

 

As the "NOZ" further reports, hardly any companies have been named so far. Upon request, the economic departments in Bremen, Mecklenburg-Western Pomerania and Schleswig-Holstein referred to ongoing talks with the federal government. A publication on an EU transparency portal is being considered. This should relieve the responsible authorities in the Länder.

 

NBank publishes list of companies

 

Schleswig-Holstein is already using the platform for cases where the publication deadline is approaching. Meanwhile, the development bank NBank in Lower Saxony has published all recipients with sums above the thresholds on its website as of 30 June. The lists include thousands of companies from a wide range of sectors, which together have received far more than one billion euros. Individual companies received aid of twelve million euros and more. pm, ots, mei

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