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Pleitewellen auf dem Airline-Markt befürchtet

Jens Bischof, Chef der Lufthansa-Billigflugtochter Eurowings, erwartet eine Pleite-Welle auf dem Airline-Markt. Trotz der leichten Erholung in den zurückliegenden Monaten könnte für einige Fluggesellschaften noch die Rechnung kommen, sagte Bischof im neuen Mobilitäts-Podcast "Fast Lane" vom Tagespiegel Background Verkehr & Smart Mobility.

 

Bischof ist überzeugt, dass Konkurrenten an den Folgen der Pandemie scheitern werden. "Ich gehe davon aus, dass die Konsolidierungswelle eher in beschleunigter Form noch vor uns liegt". Seit dem ersten Lockdown 2020, der für Airlines wie Eurowings die Einstellung des kompletten Flugbetriebs zur Folge hatte, sind nur kleine Fluggesellschaften pleite gegangen. Wenn jetzt Hilfskredite zurückgezahlt werden müssen und Zinsen fällig sind, werden "einige Marktteilnehmer nicht mit diesen Herausforderungen zurechtkommen", ist der Eurowingschef überzeugt.

 

Ryanair schaltet auf Angriff

 

Konkurrenten wie Ryanair, die gerade wieder mit Billigtickets von durchschnittlich 33 Euro auf Angriff schalten, fürchtet der Eurowings-Chef nicht. Der Preis für ein Flugticket sei nicht alles. Bischof: "Der Wunsch nach Sicherheit und Gesundheit schlägt im Moment alles, auch den Flugpreis." Eurowings werde "nicht zusammenzucken, wenn Ryanair mal wieder einen neuen Anlauf nimmt."

 

Lufthansa-Tochter fühlt sich gut aufgestellt

 

Im Gegenteil: Die Lufthansa-Tochter fühle sich mit Basisflughäfen im Westen in Nordrhein-Westfalen, mit Hamburg im Norden und Stuttgart im Süden gut aufgestellt. Und "wenn Berlin mal besser funktioniert und auch betrieben wird werden wir auch im Osten Gas geben", kündigte Bischof bei Fast Lane an. pm, ots

 

English version

 

Jens Bischof, head of Lufthansa's low-cost subsidiary Eurowings, expects a wave of bankruptcies in the airline market. Despite the slight recovery in recent months, the bill could still come for some airlines, Bischof said in the new mobility podcast "Fast Lane" from Tagespiegel Background Verkehr & Smart Mobility.

 

Bischof is convinced that competitors will fail due to the consequences of the pandemic. "I assume that the wave of consolidation is still ahead of us rather in an accelerated form". Since the first lockdown in 2020, which resulted in the suspension of all flight operations for airlines like Eurowings, only small airlines have gone bust. If aid loans now have to be repaid and interest is due, "some market participants will not be able to cope with these challenges", the Eurowings boss is convinced.

 

Ryanair switches to attack

 

The Eurowings boss is not afraid of competitors like Ryanair, who are once again on the attack with cheap tickets averaging 33 euros. The price of a ticket is not everything. Bischof: "The desire for safety and health beats everything at the moment, including the airfare." Eurowings will "not flinch when Ryanair takes another run at it."

 

Lufthansa subsidiary feels well positioned

 

On the contrary: the Lufthansa subsidiary feels well positioned with base airports in the west in North Rhine-Westphalia, with Hamburg in the north and Stuttgart in the south. And "if Berlin works better and is also operated, we will also step on the gas in the east," Bischof announced at Fast Lane. pm, ots, mei

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