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Top-Virologe spricht sich derzeit gegen allgemeine Impfpflicht aus

Der Virologe Klaus Stöhr spricht sich nachdrücklich gegen eine Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt aus. In einem Gastbeitrag für die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) erklärte Stöhr: "Ich hoffe, dass man nicht nur in Deutschland in den nächsten Tagen Omikron dankbar als Strategie für den Exit aus der Sars-CoV-2 Impfpflicht nutzt."

 

Der Virologe kritisierte, bei der Impfpflicht werde eine "potenzielle Lösung diskutiert; ohne klar definiertes Bekämpfungsziel und den Vergleich zu den Interventionsalternativen". Stöhr kritisierte, dass sich die Regierung beim Thema Impfpflicht in einem "weitgehend datenfreien Raum" bewege. Der Forscher fragte: "Wo sind die Projektionen zur Effizienz der Maßnahme? Wo sind die Hochrechnungen, wie viele Infektionen, Hospitalisierungen und Todesfälle pro 100.000 Impfungen in welcher Altersgruppe verhindert werden können? Wo die Modellierungen, die die ökonomischen Aufwendungen und sozialen Kosten der Impfpflicht projizieren und vergleichen mit Bekämpfungsalternativen?"

 

 Keine substanzielle Wirkung vor März oder April

 

Zudem, so der Virologe, würde eine Impfpflicht nicht vor März oder April eine substanzielle Wirkung zeigen. "Dann sind aber nicht nur die Corona-Messen des Winters gesungen. Dann wird auch die Populationsimmunität viel höher sein und der Infektionsdruck durch den Frühling signifikant nachlassen. Warum dann noch eine Impfpflicht durchdrücken mit welchem Ziel und vor allen Dingen: wie rechtlich als verhältnismäßig begründen?" pm, ots

 

English version

 

The virologist Klaus Stöhr is emphatically against compulsory vaccination at this point in time. In a guest article for the "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ), Stöhr stated: "I hope that in the next few days, not only in Germany, Omikron will be gratefully used as a strategy for the exit from the Sars-CoV-2 vaccination obligation."

 

The virologist criticised that in the case of compulsory vaccination, a "potential solution is being discussed; without a clearly defined control target and the comparison to the intervention alternatives". Stöhr criticised that the government was moving in a "largely data-free space" on the subject of compulsory vaccination. The researcher asked: "Where are the projections on the efficiency of the measure? Where are the projections of how many infections, hospitalisations and deaths can be prevented per 100,000 vaccinations in which age group? Where the modelling that projects the economic expenditures and social costs of mandatory vaccination and compares them with control alternatives?"

 

No substantial effect before March or April

 

Moreover, according to the virologist, compulsory vaccination would not have a substantial effect before March or April. "But then not only the Corona Masses of winter will have been sung. Then the population immunity will also be much higher and the infection pressure will drop significantly through the spring. Why then push through compulsory vaccination with what aim and, above all, how can it be legally justified as proportionate?" pm, ots, mei

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