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Kein Bedarf für Parlamentspoeten - Künstler keine Angestellten der Herrschenden

Wolfgang Kubicki (FDP) hat sich gegen den Vorschlag seiner Kollegin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) gewandt, im Bundestag die Stelle einer Parlamentspoetin oder eines Parlamentspoeten zu schaffen.

 

"Ich kann dem Vorschlag nicht viel abgewinnen", sagte Kubicki dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel. Er sehe vor allem, "dass hinter dieser Idee ein großes Missverständnis künstlerischer Tätigkeit steckt", meinte der FDP-Politiker und fügte hinzu: "Künstler sollen eigentlich Stachel im Fleisch der Herrschenden sein, nicht deren Angestellte. Besser wäre es eher, allen Künstlern, die durch die Pandemie schwer getroffen wurden, die Möglichkeit der freien Betätigung zu geben, statt ein solches elitäres Projekt zu implementieren

 

Autoren hatten für Idee des Parlamentspoeten geworben

 

."Die Autorinnen und Autoren Mithu Sanyal, Dmitrij Kapitelman und Simone Buchholz hatten kürzlich in einem Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" für die Idee einer Parlamentspoetin geworben. Göring-Eckardt sagte dem Tagesspiegel: "Es ist ein toller Vorschlag, den wir als Parlament unbedingt weiterverfolgen sollten. Ich unterstütze es, einen neuen diskursiven Raum zwischen Parlament und lebendiger Sprache zu öffnen. Poesie kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten".

pm, ots

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