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Für Boris Johnson gelten Regeln offenbar nur für "andere Leute"

Das britische Magazin "The Economist" beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem mit Premierminister Boris Johnson.

 

Johnson habe eine beeindruckende Gabe, das politische Wetter zu gestalten, so das Magazin.  Er habe aus dem Nichts eine Mehrheit von 87 Sitzen herbeigezaubert, den Brexit herbeigeführt und ein "Weltklasse-Impfprogramm" geleitet. Die betrunke-nen Partys in seinem Büro während einer Zeit der strengen Lockdowns offenbarten jedoch nicht nur das Gefühl, dass Regeln für andere Leute sind, sondern auch einen Mangel an Ernsthaftigkeit in Bezug auf die Regierungsarbeit. Die Versuche des Premierministers, sich aus der Verantwortung zu stehlen, verrieten eine beunruhigende Bereitschaft, die Wahrheit zu leugnen. "Diese Eigenschaften von Herrn Johnson haben seine Regierung und seine Partei in Verruf gebracht. Nach dem Brexit muss Großbritannien sie zurückweisen, wenn es erfolgreich sein will", so der "The Economist".

 

So legen die Tech-Giganten ihr Geld an

 

In der amerikanischen und asiatischen Ausgabe berichtet das Magazin in einer Untersuchung darüber, wo die Tech-Giganten ihr Geld anlegen. Nach "Economist"-Berechnungen haben die fünf größten amerikanischen Firmen Alphabet, Amazon, Apple, Meta und Microsoft im vergangenen Jahr zusammen 280 Milliarden Dollar investiert, was neun Prozent der amerikanischen Unternehmensinvestitionen entspreche - vor fünf Jahren seien es noch vier Prozent gewesen.

 

Tech-Unternehmen rücken sich auf die Pelle

 

Big Tech sei auf der Suche nach der nächsten großen Chance, und die Analyse von Geschäftsabschlüssen, Patenten, Einstellungen und anderen Maßstäben zeige, dass das Geld in alles, vom fahrerlosen Auto bis zum Quantencomputer, fließe. Diese Verlagerung spiegele die Befürchtung wider, dass die lukrativen "Lehen" Tech der 2010er Jahre ihre Bedeutung verlören. Hinzu kommt, dass sich die Tech-Titanen immer mehr gegenseitig auf die Pelle rückten: Der Anteil der Umsätze, die sich überschnitten, hätten sich seit 2015 auf 40 Prozent verdoppelt. Das erkläre, warum sie alle versuchten, in neue Gebiete vorzudringen.

pm, ots; Bildrechte/Foto: The Economist

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