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Thomas-Drach-Prozess: Beinahe 12-jährigen Jungen angeschossen

Bei dem Überfall auf einen Geldboten in Frankfurt am Main im Herbst 2019 hätte der mutmaßliche Täter Thomas Drach beinahe einen zwölf Jahre alten Jungen angeschossen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf die Anklage gegen den Entführer des Tabak-Millionärs Jan Philipp Reemtsma.

 

Der 61-jährige Drach soll demnach am 9. November 2019 einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes nach einer Rangelei die Geldbox mit knapp 59.000 Euro aus einer Ikea-Filiale entrissen haben. Der Wachmann feuerte daraufhin einen Schuss auf den Flüchtigen. Im Laufen drehte sich der Räuber laut Staatsanwaltschaft halb herum und schoss zurück. Die Kugel durchschlug den linken Oberschenkel des Security-Mitarbeiters. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

 

Teil des Projektils flog weiter

 

Ein Teil des Projektils flog jedoch weiter. Das Geschoss hätte laut Anklage beinahe einen zwölfjährigen Schüler im Fond eines vorbeifahrenden Autos getroffen. Der Vater des Jungen gab später zu Protokoll, dass er einen Parkplatz gesucht habe, als ein lauter Schlag zu vernehmen gewesen sei. Erst zu Hause entdeckte der Fahrer das Einschussloch in der Tür des Wagens.

 

Vom 1. Februar an muss sich der mehrfach vorbestrafte Drach mit einem mutmaßlichen Komplizen unter wegen besonders schweren Raubes in vier Fällen und zweifachen Mordversuchs vor dem Kölner Landgericht verantworten. pm, ots

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