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VdK-Präsidentin Bentele: Heizkostenzuschuss ist unzureichend

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Verena Bentele, hat den geplanten Heizkostenzuschuss für Wohngeldbezieher als unzureichend kritisiert.

 

Es sei gut, dass die Bundesregierung wahrnehme, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, sagte Bentele im Inforadio vom rbb: "Aber meine große Kritik ist natürlich schon, dass es für viele Menschen [...] nicht reicht [...] und dass es viele Haushalte gibt, die eben kein Wohngeld beantragt haben, in den letzten Monaten - und die eben ganz knapp über der Grenze sind. Zum Beispiel Alleinerziehende, die einen Teilzeitjob haben, die vielleicht gerade keinen Anspruch auf Wohngeld haben, die aber natürlich auch mit ihren Kindern mehr Zeit in der Wohnung verbracht haben - und jetzt eben von diesem Zuschuss nichts haben."

 

Aktuelle Kosten müssen berücksichtigt werden

 

Der geplante Betrag von 135 Euro pro Person sei außerdem zu niedrig. Generell müssten finanzielle Hilfen die aktuellen Kosten berücksichtigen, so Bentele: "Es müssen eben die wirklichen Kosten gespiegelt und abgebildet werden - zum Beispiel im Wohngeld, in der Grundsicherung, jetzt auch wenn ein Kinderzuschlag ermittelt wird. Da muss man wirklich jetzt auch die realen Kosten nehmen und kann nicht die Kosten aus den letzten Jahren für Energie ansetzen. Das wird der Realität vieler Menschen nicht gerecht." pm, ots

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