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Harald Schmidt: Aus katholischem Glauben kann man nicht austreten

Der Kabarettist Harald Schmidt, 64, lässt sich durch die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche in seinem Glauben nicht erschüttern. Im Gespräch mit dem stern sagte Schmidt, die Enthüllungen über sexuellen Missbrauch durch katholische Priester seien grauenhaft und müssten mit aller Konsequenz strafrechtlich verfolgt werden.

 

Kirchenskandale gäbe es allerdings nicht erst seit heute. So müsse man nur an die Verbrennungen durch die Inquisition denken. All diese Skandale seien jedoch nur eine Seite einer Jahrtausende alten Institution, sagte der oft beißende Satiriker in einer überraschend ironiefreien Stellungnahme. Ein Kirchenaustritt käme für ihn niemals in Frage. "Aus meiner Sicht kann man aus dem katholischen Glauben nicht austreten. Das ist so ein SPD-Verhalten.: 'Jetzt reicht's!'", sagte Schmidt.

 

Harald Schmidt hat viele Zertifikate

 

Er halte es für seine Aufgabe, die positive Seite der Kirche zu stärken. "Ich kenne einfach viele fantastische Priester. Oder großartige Krankenhäuser, die von katholischen Orden getragen werden. Das darf man bei all dem Horror nicht vergessen", so Schmidt zum stern. Auch über seinen Impfstatus gab der Kabarettist im stern-Gespräch bereitwillig Auskunft. Dabei hatte er es erst vor wenigen Wochen in einem Interview noch im Unklaren gelassen, ob er überhaupt geimpft sei. Jetzt sagte er: "Ich ärgere mich inzwischen ein bisschen, dass keiner meine Zertifikate sehen will. Das passiert mir laufend. Ich habe Zertifikate für Forderungen, die noch gar nicht beschlossen sind. Alles! Nie will es einer sehen, nie, nie." pm, ots, Quelle: stern

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