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Putin bei Olympischen Spielen: Russland gegen die Politisierung von Olympia

Für die Chinesen sei dieses Frühlingsfest mit der Ausrichtung der Olympischen Winterspiele in Peking ein Anlass zu „doppeltem Glück". Zu der festlichen Stimmung trage auch der geplante Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine Teilnahme an der Eröffnungsfeier des großen Sportereignisses bei, so die China Media Group (CMG).

 

Im Vorfeld von Putins Besuch führte der Präsident und Chefredakteur der China Media Group (CMG), Shen Haixiong, ein Interview mit dem russischen Präsidenten, begrüßte ihn in Peking und befragte ihn über Sport und die Beziehungen zu China.

Es sei nicht das erste Mal, dass Putin ein Interview mit Shen annehme. Vor vier Jahren trafen sie sich zu einem Exklusivinterview im Moskauer Kreml. Es sei das erste Interview, das der russische Präsident jemals den chinesischen Medien im Kreml gegeben hatte.

 

Putins Erwartung für Peking 2022

 

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Olympischen Winterspiele in Peking höchsten Ansprüchen genügen werden. Ich wünsche allen Athleten und Teilnehmern an den Olympischen Spielen Erfolg und Glück und den Gästen unvergessliche Momente und Freude", sagte Putin. Putin habe weiter erklärt, dass er glaube, dass die "hervorragenden Vorbereitungen der Organisatoren für die Olympischen Spiele" den olympischen Athleten helfen werden, ihren sportlichen Charakter zu zeigen und ihr Können und ihre Fähigkeit zu demonstrieren, ihre Ziele in einem fairen und kompromisslosen Wettbewerb zu erreichen. Putin sagte weiter, dass Russland den traditionellen olympischen Werten verpflichtet war und ist. „Russland widersetzt sich den Versuchen, den Sport zu politisieren oder ihn als Instrument des Zwangs, des unlauteren Wettbewerbs und der Diskriminierung zu benutzen."

 

Nahezu 3.000 Athleten aus rund 90 Ländern und Regionen werden bei den Winterspielen 2022 in Peking an den Start gehen, die mehr Disziplinen und mehr Goldmedaillen als alle vorherigen Winterspiele bieten werden.

 

Chinesisch-russischer Sportaustausch

 

Was die Interaktion zwischen Russland und China in den Bereichen Sport und Leibeserziehung betrifft, so sagte Putin, dass diese einen wichtigen Platz in der bilateralen humanitären Zusammenarbeit einnehme.

Neben der Zusammenarbeit im Juniorenhockey nannte Putin die russisch-chinesische Kooperation im Bereich Leibeserziehung und Sport in den Jahren 2022-2023, die von den beiden Staatsoberhäuptern im Dezember 2021 angekündigt wurde und die für beide Länder ein bedeutendes und denkwürdiges Ereignis sein wird. Nach Angaben von Putin, umfasse das Programm rund 500 verschiedene Veranstaltungen im Bereich des Breiten- und Jugendsports sowie Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Sportwissenschaft und Personalschulung.

 

Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf gleichberechtigter Basis

 

Die Beziehungen zwischen Russland und China entwickelten sich "auf einer gleichberechtigten, nicht ideologischen Basis", so Putin und fügte hinzu, dass „die Partnerschaft nachhaltig und wertvoll ist, nicht durch das politische Klima beeinflusst wird und gegen niemanden gerichtet ist." China stehe nach wie vor ganz oben auf der Liste der Handelspartner Russlands, sagte der Präsident und verwies auf vorläufige Daten, wonach der bilaterale Handel im vergangenen Jahr inmitten der Pandemie mit 140 Milliarden Dollar einen historischen Höchststand erreicht habe.

 

Treffen spielen eine Schlüsselrolle

 

Die Treffen der beiden Staatsoberhäupter spielten eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit, so Putin. Knapp drei Jahre nach Putins letztem Besuch in China wird die bevorstehende Reise das 38. Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem russischen Präsidenten seit 2013 sein. pm, ots

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