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Lindners Wirtschaftsberater will Rente mit 70 und höhere CO2-Bepreisung

Der neue Wirtschaftsberater von Christian Lindner, Lars Feld, hat sich für ein höheres Rentenalter ausgesprochen. Der Beginn der Rente solle an die höhere Lebenserwartung gekoppelt werden.

 

"Wir haben das in meiner Zeit im Sachverständigenrat mehrmals vorgerechnet. Man würde höchstens bei einem Renteneintrittsalter von 70 Jahren enden", sagt Feld der Wochenzeitung "Die Zeit". Dies sei nötig, damit das Rentensystem "nach 2029 finanziell stabil bleibt".

Lindner hat Feld diese Woche zum Berater ernannt, er soll den Finanzminister in makroökonomischen Fragen unterstützen. Die Koalition lehnt längere Arbeitszeiten bislang ab.

 

Zugeständnisse bei Reform Stabilitätspakt

 

Feld zeigte sich offen für Zugeständnisse bei der Reform des Stabilitätspakts. "Italien wird es realistischerweise nicht schaffen, seine Schuldenquote so zu senken, wie es die EU-Regeln vorschreiben. Deswegen könnte man eine vorübergehende Erleichterung beim Schuldenabbau gewähren, vielleicht für fünf bis zehn Jahre." In Brüssel wird gerade über eine Neufassung des Pakts verhandelt. Hoch verschuldete Länder wie Italien und Frankreich streben eine Lockerung an.

 

Das Problem ist vor allem Frankreich

 

Feld sagt aber, dass sich für eine Einigung alle bewegen müssten. "Ein Kompromiss bedeutet übrigens: Beide Seiten bekommen etwas. Es kann nicht sein, dass man manchen Ländern immer wieder Erleichterungen verschafft, ohne dass sie bereit sind, etwas zu tun." Das Problem sei vor allem Frankreich. "Wir müssen schauen, dass die Schulden dort verbindlicher abgebaut werden."

 

Höhere CO2-Bepreisung 

 

In der Debatte um den Klimaschutz forderte Feld eine höhere Bepreisung von Kohlendioxid. "Die letzte Bundesregierung hat einen solchen CO2-Preis schon eingeführt, allerdings soll er nur langsam steigen. Die Ampel hätte hier ruhig ambitionierter sein können", sagt er. pm, ots

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