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Berlin: 80 Prozent Müll unter Sachspenden für ukrainische Flüchtlinge

Viele Menschen spenden derzeit Kleidung für ukrainische Geflüchtete. "Doch gut gemeint ist nicht immer gut geholfen", weiß Barbara Breuer von der Berliner Stadtmission.

 

In einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung "nd.DerTag" kritisiert sie den vielen Müll unter den Sachspenden: "Aktuell müssen wir rund 80 Prozent der bei uns abgegebenen Kleiderspenden entsorgen. Kostenpflichtig entsorgen."

 

Ungewaschene, fleckige Zeitung

 

Fehlende Knöpfe, ausgeleierte Gummis an den Unterhosen und ungewaschene oder fleckige Kleidung seien keine Seltenheit, so die Sprecherin der Berliner Stadtmission, bei der insbesondere obdachlose Menschen seit vielen Jahren Unterstützung bekommen. "Für Obdachlose und Kriegsflüchtlinge sei das doch noch gut, so offenbar die landläufige Meinung", kritisiert Breuer.

 

Kein Müll für Hilfsorganisationen

 

Sie betont auch, dass Hilfsorganisationen weder die Zeit noch Geld und Personal hätten, um tonnenweise Kleidung auszubessern. Wer spenden möchte, solle sich daher zum Beispiel über Webseiten sozialer Vereine informieren, was überhaupt benötigt wird. Und: "Spenden Sie nur, was Sie einem Freund oder einer Freundin noch geben würden - mit diesem Grundsatz können Menschen ihre gut gemeinten Gaben prüfen, bevor sie diese abgeben", so Breuer. "Alles andere kann direkt in den Müll - ohne den Umweg über Hilfsorganisationen." pm, ots

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