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Die Saarland-Wahl war eine Persönlichkeitswahl

Der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte erkennt im Ausgang der Saarland-Wahl kein Signal für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Derzeit blickten die Wählerinnen und Wähler in den "Abgrund des Krieges".

 

Bis zur Landtagswahl in NRW dürfte es aber eine gewisse Gewöhnung an den Krieg geben, "und der Herausforderer von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Thomas Kutschaty, ist nicht so bekannt wie Anke Rehlinger", sagte der Professor der Universität Duisburg-Essen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

 

Weniger sozialdemokratischer Erfolg

 

"Der Rehlinger-Bonus ist weniger ein sozialdemokratischer Triumph", erklärte Korte. "Eher befriedigt sie die neue Sehnsucht nach überraschungsfreier Entschlossenheit und vorsorgendem Tatendrang: Nicht Kümmern, sondern Machen. Die Saarland-Wahl sei eine "deutliche Personenwahl" gewesen. Der Ministerpräsident habe die Wähler offenbar nicht überzeugt. Im Saarland, wo jeder jeden kenne, "spielen Parteifarben nur eine geringe Rolle", so der Professor. pm ,ots

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