Rüstungsindustrie: Strack-Zimmermann weist Lobbyvorwürfe zurück

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann wehrt sich gegen den Vorwurf der Befangenheit.

 

"Ich war unbestechlich schon in der Sandkiste. Man konnte mich auch nicht für ein Eis am Stiel kaufen", sagte Strack-Zimmermann im "Wochentester"-Podcast von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND). Der Verein "Lobbycontrol" hatte Strack-Zimmermann kritisiert: Ihre ehrenamtlichen Funktionen in Vereinen, an denen die Rüstungsindustrie beteiligt ist, seien schwer vereinbar mit ihrer Tätigkeit als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

  • Strack-Zimmermann entgegnete: "Wir sind als Verteidigungsausschuss in Verantwortung, die Bundeswehr gut auszurüsten. Und wenn man auf diesen Ebenen nicht mehr diskutieren kann, wo soll man dann diskutieren?
  • Strack-Zimmermann hatte sich jüngst für weitere Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine ausgesprochen.
  • Im "Wochentester"-Podcast erklärt sie: "Jeder, der das verknüpft nach dem Motto 'Die Strack-Zimmermann findet Krieg ganz toll, weil jetzt die Wehrindustrie endlich Geld verdient und ihre Waffen verkauft', greift meine Integrität an."
  • Die FDP-Politikerin räumt im Gespräch mit den Moderatoren Wolfgang Bosbach und Christian Rach ein: "Es fasst mich an, wenn man mir unterstellt, dass ich nicht integer bin." Strack-Zimmermann: "Die Mitgliedschaften laufen ein paar Jahre. Und dann kann man immer justieren und sagen, 'Ist das so ergiebig, dass man dabei bleibt?' Die Entscheidung behalte ich mir vor."

Strack-Zimmermanns Aussagen sind zu hören im Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" mit Wolfgang Bosbach und Christian Rach auf ksta.de/podcast und auf rnd.de. Der Podcast ist außerdem abrufbar über Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Audio Now, Deezer und Podimo.

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