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Tariferhöhungen: Einmalzahlungen sind ein Strohfeuer -Gewerkschafter mahnt

Der Landesvorsitzende des dbb Hessen, Heini Schmitt, warnt ausdrücklich vor eine Diskussion, wie sie nun von Bundeskanzler Olaf Scholz angestoßen wurde.

 

Scholz hatte bei den kommenden Tarifrunden steuerfreie Einmalzahlungen an Stelle von Lohnerhöhungen ins Gespräch gebracht.

  • "Solche Maßnahmen sind nur ein Strohfeuer, schaffen kurzfristig möglicherweise eine kleine Entlastung.
  • Am Ende zahlen aber die Beschäftigten massiv drauf", mahnt Schmitt vor einer solchen Maßnahme.

Denn solche Einmalzahlungen werden nicht tabellenwirksam, folglich werden sie auch nicht dynamisiert, weil sie, anders als Lohnerhöhungen keinen Zinseszinseffekt erzielen, der dauerhaft den Beschäftigten mehr Geld bringt. "Am Ende schlägt das sogar bis auf die Rentenansprüche durch", so Schmitt.

  • "Hier wird wieder nur ein Symptom bekämpft, nicht aber die Ursache", so Schmitt.
  • Seit Jahren werde die Arbeit systematisch entwertet, hielt die Lohnentwicklung nicht mit der Steigerung der Kosten mit.
  • Nun, bei einer Inflation von acht Prozent sind die Menschen nicht mehr in der Lage, solche Steigerungen auszugleichen. "Anstelle von einmaligen Transferzahlungen, die ebenfalls einen Haufen Geld kosten (Spritsteuersenkung, 300 Euro Bonus), aber gar nicht alle Bevölkerungsteile erreichen, müssen die Löhne generell steigen", sagt Schmitt. pm, ots

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