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Bischöfin Käßmann: Keine Waffenlieferungen an Ukraine - Deutschland muss Diplomatie stärken

Die ehemalige EKD-Vorsitzende und Bischöfin von Hannover Margot Käßmann hat Bundeskanzler Olaf Scholz und Waffenlieferungen an die Ukraine kritisiert.

  • Sie sagte im rbb24 Inforadio, der Angriff Russlands auf die Ukraine sei keine Zeitenwende. Es habe vielmehr in den vergangenen Jahren ununterbrochen Kriege gegeben, etwa in Syrien oder Jemen.
  • Wer sich mit den Kriegen in Ex-Jugoslawien beschäftigt habe, habe auch dort gesehen, wie im Krieg immer wieder die gesamte Menschlichkeit zusammenbreche.
  • Sie sagte, es gebe in Deutschland außerdem keine deutliche Mehrheit, die Waffenlieferungen an die Ukraine befürworteten. Das hänge auch mit der deutschen Geschichte zusammen.

Käßmann sagte, natürlich sei nachvollziehbar, dass sich ein Angegriffener verteidigen wolle.

 

Die Deutschen sollten aber überlegen, was ihre Stärke in diesem Konflikt sein könne. Es sei zu fragen, ob wir nicht diejenigen sein könnten, die die Diplomatie massiv stärken sollten. pm, ots

Foto: Markus Winkler

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