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Blickpunkt Kolumbien: Ein vergiftetes "Abschiedsgeschenk" für Gustavo Petro

Es ist ein vergiftetes Abschiedsgeschenk der kolumbianischen Rechtsregierung mehr: Iván Márquez wurde ermordet - der ehemalige Chefunter-händler der Farc-Guerilla für das Friedensabkommen mit der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos.

 

Sein Nachfolger Iván Duque hintertrieb das Abkommen, wo er nur konnte, und gebot der Jagd auf ehemalige Farc-Guerilleros keinen Einhalt.

  • Offiziell bestätigt ist Márquez Tod noch nicht. Er reihte sich in die lange Liste der ehemaligen Farc-Kämpfer ein, die von Todeschwadronen ermordet wurden.
  • Allein 2022 wurden laut der Menschenrechtsorganisation Indepaz 21 ehemalige Farc-Kämpfer, die das Friedensabkommen unterzeichnet hatten, ermordet.
  • Und 89 soziale Aktivisten obendrauf. Weit über 250 Ex-Guerilleros wurden seit der Verabschiedung des Friedensabkommens 2016 liquidiert.

Der rechte Hardliner Duque scheidet Anfang August aus dem Amt.

  • Wie wenig ihn das Friedensabkommen und der Frieden in der Gesellschaft interessieren, hat er immer wieder demonstriert.
  • Ob beim Niederschlagen der sozialen Proteste 2019 und 2021 oder vergangene Woche bei der Vorstellung des Berichts der Wahrheitskommission, der er unter dem Vorwand eines Auslandsbesuchs fernblieb.
  • Wer kam, waren sein Nachfolger Gustavo Petro, ein Ex-Guerillero, und die designierte Vizepräsidentin Francia Márquez.

Petro beschrieb die Wahrheitskommission als eine Institution des Friedens, deren Arbeit die Möglichkeit der Versöhnung und des Zusammenlebens eröffnen könnte.

  • Duque hatte daran nie Interesse. Wie weit Petro mit seiner "Politik der Liebe" anstatt der vorherrschenden "Politik des Hasses" kommt, ist offen. Duque steht leider nicht allein. pm ,ots Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche

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