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Antidiskriminierungs-Beauftragte: Ferda Ataman ist eine Fehlbesetzung

Eines vorweg: Ich fühle mich durch den Begriff "Kartoffel" nicht diskrimi-niert. Ich mag den Erdapfel, der einst von Südamerika nach Europa einwanderte und damit sozusagen eine erfolgreiche Migrationsgeschichte vorzuweisen hat.

  • Dass Ferda Ataman, die neue Antidiskriminierungs-beauftragte des Bundes, die Bezeichnung, die vor allem junge Migranten gern für typische "Biodeutsche" verwenden, in ihren Kolumnen gebraucht hat, ist nicht sonderlich originell, aber noch kein Skandal.

Schließlich hat die Autorin ordentlich ausgeteilt in den vergangenen Jahren, viele ihrer Tweets wurden anlässlich ihrer Nominierung eilig gelöscht.

  • Der Skandal entsteht erst dadurch, dass nach Atamans Sicht Diskriminierung oder Rassismus nur Minderheiten widerfahren können.
  • Die angesichts ihrer Personalie seit kurzem sehr empörten Kartoffeln, vorwiegend aus Politik und Medien, sollen sich also bitte mal nicht so anstellen. Wird da etwa mit zweierlei Maß gemessen?
  • Das, so haben wir am Skandal um antisemitische Agitation auf der documenta gesehen, führt schnell in argumentative Sackgassen.
  • Der erste Impuls der ertappten Kuratoren war doch, um Entschuldigung dafür zu bitten, welche Wirkung die gezeigten Werke "hierzulande" auslösten.
  • Gibt es also zwei verschiedene Arten von Antisemitismus? Einen, über den man sich in Deutschland zu Recht empört, und einen, der im "globalen Süden" konsensfähig ist?
  • Auf den Antisemitismus unter arabischstämmigen Migranten in Deutschland aufmerksam zu machen, hält die neue Antidiskriminierungsbeauftragte wiederum schon für Rassismus.
  • Das zeigt, welche Fehlbesetzung sie für die - übrigens seit rund vier Jahren vakante - Position ist. pm, ots, Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz, Autor: Sascha Kircher
    Foto: Kristina Paukshtite

 

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