Einsatzkräfte der Polizei Berlin durchsuchen jetzt mit technischer Unterstützung des Bundeskriminalamts im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin ein Grundstück in Herzberg (Brandenburg) nach Beweismitteln in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts an der 2019 verschwundenen Rebecca Reusch aus Berlin.
Hintergrund der Durchsuchung des Grundstücks sind zwischenzeitlich erlangte Erkenntnisse im Rahmen der Ermittlungen. In dem Haus sollen bis 2005 die Großeltern des beschuldigten 33-Jährigen, dem Schwager der Vermissten, gelebt haben. Im Rahmen der Maßnahmen wurde ebenfalls ein nahegelegenes Waldgrundstück in Herzberg nach Beweismitteln abgesucht. Mit der Veröffentlichung von Aufnahmen des Autos des Beschuldigten bittet die 3. Mordkommission um Hilfe zur Aufklärung des Tötungsdelikts.
Die Ermittler fragen
- Wer hat am 18. Februar 2019 beziehungsweise kurz danach das abgebildete Fahrzeug gesehen?
- Wer hat Beobachtungen gemacht, die auf ein Verstecken beziehungsweise Vergraben eines Leichnams hindeuten könnten?
Tatsächlich sachdienliche Hinweise nimmt die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin unter folgender Rufnummer (030) 4664-911333 oder per E-Mail entgegen. Ebenso können Sie sich über die Internetwache oder jede andere Polizeidienststelle melden.
Einsatzkräfte der Polizei Berlin durchsuchen unter Federführung der 3. Mordkommission und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin ein Grundstück einer 72-Jährigen in Tauche OT Lindenberg (Brandenburg) nach Beweismitteln in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Nach zwischenzeitlich erlangten Erkenntnissen liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der mittlerweile 33 Jahre alte Beschuldigte am Morgen des 18. Februar 2019 seine damals 15 Jahre alte Schwägerin getötet und deren Leiche und ihr gehörende Gegenstände – zumindest vorübergehend – auf das Grundstück seiner Großeltern in Tauche verbracht haben könnte.
115 Polizeikräfte im Einsatz
Die Maßnahmen wie auch Folgeermittlungsmaßnahmen und in der Umgebung dienen dem Auffinden dieser Gegenstände, von Tatspuren und anderen Beweismitteln. Es waren 115 Polizeikräfte im Einsatz. Unterstützt werden die Durchsuchungsmaßnahmen durch Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes, die unter anderem einen sogenannten Bodenradar zum Einsatz brachten.
(Gemeinsame Meldung Nr. 2318 vom 20.10.2025)
50 neue Hinweise
Mittlerweile sollen 50 aktuelle Hinweise zu dem Vermisstenfall eingegangen sein, berichtet der Sender RTL. Wie der Sender weiter berichtete: Eine Überwachungskamera soll gefilmt haben, wie der Verdächtige am Tag des Verschwindens seiner Schwägerin um 7:24 Uhr sein Grundstück verlassen habe und nach nur 46 Minuten zurückkehrt sei. Das Haus der Großmutter liege dabei genau im Radius, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf RTL-Nachfrage mitgeteilt habe. Das Ganze passe ins Bild, denn das Grundstück befinde sich im Nahbereich von Berlin und auch im Nahbereich, wo das Fahrzeug des Verdächtigen damals erfasst wurde.
Hinweis der Polizei
Das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Fall ist bekannt und verständlich. Zahlreiche Menschen haben in den letzten Jahren eigene „Ermittlungen“ vorgenommen und Mutmaßungen zum Tathergang und zum Vorgehen der Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden angestellt. Dass die Durchsuchungen und die Folgemaßnahmen in den nächsten Tagen und Wochen zu dem erhofften Durchbruch bei den Ermittlungen führen, wird wahrscheinlicher, wenn diese möglichst ungestört durchgeführt werden können. Daher: Bitte nehmen Sie von weiteren eigenen „Ermittlungen“ bis auf Weiteres Abstand!
Quelle: pm, Polizei Berlin
Fotos zu dem Fall sind unter folgendem Link bei der Berliner Polizei abrufbar:
https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.786693.php
