Eintracht Frankfurt geht innerhalb von fünf Minuten gegen Bergamo K.o.

Eintracht Frankfurt erlebte in der Champions League eine bittere Enttäuschung gegen Atalanta Bergamo. Das Ergebnis: ein klares 3:0 für die Italiener.

 

Wir analysieren, wie es zu diesem Einbruch in nur fünf Minuten kommen konnte. Die Schlagzeilen heute Morgen sprechen alle von einem "Blitz-K.o.". Und das ist es auch. Die erste Halbzeit endete 0:0, weitgehend ausgeglichen und von taktischer Vorsicht geprägt. Die Eintracht spielte diszipliniert, hatte sogar Chancen durch Burkardt und Chaibi. Die Italiener trafen ihrerseits zweimal Aluminium, was die Eintracht noch vor dem Rückstand bewahrte.

 

Welt der Eintracht bricht zusammen

 

Doch dann kam die 60. Minute, und die Welt der Eintracht brach zusammen:

0:1 (60. Minute, Lukmann): Ein Chipball von Ketelaere findet Lukman, der per Direktabnahme trifft. Die Eintracht-Defensive war in diesem Moment unsortiert.

0:2 (62. Minute, Éderson): Nur zwei Minuten später schlägt Atalanta nach einem Konter erneut eiskalt zu. Éderson schließt nach einem Doppelpass mit Lukman ab.

0:3 (65. Minute, Ketelaere): Der absolute Tiefschlag. Ketelaere, der zuvor schon die Vorarbeit geleistet hatte, nutzt einen Abpraller nach einem Lattenschuss zum dritten Treffer.

 

Drei Gegentore in fünf Minuten ist fatal

 

Drei Gegentore in nur fünf Minuten – das ist auf diesem Champions-League-Niveau fatal und zeugt von einem kompletten Verlust der Organisation und Mentalität auf Frankfurter Seite. Trainer Dino Toppmöller und Kapitän Robin Koch äußerten sich nach dem Spiel entsprechend ernüchtert. Koch fasste es prägnant zusammen: "Wir vernichten uns das Spiel in fünf Minuten." Besonders bitter: Unmittelbar vor dem ersten Gegentor musste Topstürmer Jonathan Burkardt verletzt vom Feld. Dieser personelle Bruch scheint die Mannschaft zusätzlich destabilisiert zu haben, was die Anfälligkeit der Defensive in der Folge noch verstärkte. Über die Schwere seiner Verletzung gibt es noch keine Klarheit, aber ein Ausfall wäre fatal.

 

Mit nun vier Punkten in der Ligaphase erleidet die SGE einen herben Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze (Top 24).

 

Die Lage: Die Eintracht liegt nun auf Platz 28.

 

Das Restprogramm: Als Nächstes wartet am 9. Dezember auswärts der FC Barcelona im Camp Nu – eine äußerst schwere Aufgabe, bei der dringend Punkte nötig wären.

Die Eintracht zahlte gestern Lehrgeld. Eine ordentliche erste Halbzeit wurde durch individuelle Fehler und den Kollaps der Defensive nach der 60. Minute zunichtegemacht. Atalanta Bergamo zeigte sich gnadenlos effizient und nutzte die Frankfurter Schwächephase optimal aus. Nun heißt es für die SGE: Mund abwischen, die Lehren aus diesem Einbruch ziehen und sich für die Herkulesaufgabe in Barcelona wappnen. Die Champions-League-Saison der Eintracht steht damit auf der Kippe. mei

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