Eintracht Frankfurt hat die erhoffte erneute "Sternstunde" im Camp Nou verpasst. Trotz einer leidenschaftlichen und defensiv disziplinierten Leistung unterlag der Bundesligist am Dienstagabend in der UEFA Champions League dem FC Barcelona knapp mit 1:2 (1:0).
Matchwinner für die Katalanen war Verteidiger Jules Koundé mit einem schnellen Doppelschlag nach der Pause.
Die Eintracht, die zuletzt in der Bundesliga gegen Leipzig eine herbe Niederlage hinnehmen musste, zeigte in der ersten Halbzeit die geforderte Reaktion und lieferte dem spanischen Meister einen packenden Fight.
Hessen gelingt die Überraschung
Frühe Führung: In der 21. Minute gelang den Hessen sogar die Überraschung: Jung-Nationalspieler Ansgar Knauff, der bereits beim legendären Europa-League-Triumph 2022 gegen Barça getroffen hatte, setzte sich nach einem Solo von Nathaniel Brown im Laufduell durch und überwand den Barcelona-Keeper mit einem platzierten Flachschuss zum 0:1.
Kaum Lücken in der Eintracht-Abwehr
Barcelona kontrollierte zwar das Spiel und verbuchte phasenweise über 70 Prozent Ballbesitz, fand aber kaum Lücken in der kompakten und leidenschaftlichen Frankfurter Abwehr. Immer wieder warfen sich die Eintracht-Spieler in die Schüsse und Flanken. Die beste Chance zum 2:0 vergab Ellyes Skhiri, der bei einem der wenigen Konter knapp verzog.
Doppelschlag nach der Pause besiegelt die Niederlage
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spielgeschehen jedoch binnen weniger Minuten. Barcelona-Trainer Hansi Flick reagierte mit der Einwechslung von Marcus Rashford, was dem Angriffsspiel der "Blaugrana" sofort mehr Tempo verlieh.
Der Ausgleich (50. Minute): Die Eintracht verlor im Strafraum die Orientierung, als Jules Koundé nach einer Flanke des eingewechselten Rashford per Kopf zum 1:1 vollendete.
Die Wende (53. Minute): Nur drei Minuten später schlug Koundé erneut zu. Nach einer Hereingabe von Lamine Yamal stand der Rechtsverteidiger wieder frei und nickte zum 2:1-Endstand ein. Die Eintracht verspielte somit innerhalb von 180 Sekunden die mühsam erarbeitete Führung.
Fazit und Ausblick
Obwohl Eintracht Frankfurt nach dem Rückstand bis zum Schluss um das Remis kämpfte, fehlte in der Offensive die letzte Durchschlagskraft. Die vierte Niederlage im sechsten Spiel der laufenden Champions-League-Saison ist bitter und lässt die Hessen in der Tabelle der Ligaphase weiter abrutschen. Der Traum vom Einzug in die K.o.-Runde gerät damit in immer weitere Ferne. mei
