Es ist das Ende eines sportlichen Missverständnisses: Nationalstürmer Niclas Füllkrug verlässt West Ham United mit sofortiger Wirkung.
Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, zieht es den 32-Jährigen zum italienischen Traditionsklub AC Mailand. Damit endet das Kapitel Premier League für den Ex-Dortmunder nach nur anderthalb Jahren voller Rückschläge.
Ein „teures Missverständnis“ geht zu Ende
Füllkrug war im Sommer 2024 für rund 27 Millionen Euro vom BVB an die Themse gewechselt. Die Bilanz seither ist ernüchternd: Lediglich 29 Pflichtspiele absolvierte er für die „Hammers“, in denen ihm mickrige drei Tore gelangen. In der laufenden Saison wartet er in der Liga noch komplett auf einen Treffer. Zuletzt spielte Füllkrug unter West-Hams Trainer Nuno Espírito Santo überhaupt keine Rolle mehr und stand häufig nicht einmal im Kader. Sein Berater Thorsten Wirth fand deutliche Worte:
„Rückblickend muss man sagen, der Transfer hat nicht funktioniert. Da müssen wir nichts schönreden.“
Die „Mission WM 2026“ startet in der Serie A
Der Wechsel nach Italien ist für Füllkrug vor allem eine Flucht nach vorn, um seinen Platz im DFB-Kader für die Weltmeisterschaft 2026 nicht zu verlieren. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuletzt klargestellt, dass mangelnde Spielpraxis und fehlender Rhythmus eine Nominierung gefährden.
Die Details des Deals
Modell: Leihe bis zum Saisonende (Juni 2026).
Kaufoption: Milan besitzt eine Option, den Stürmer im Sommer fest zu verpflichten (geschätzte 5 Mio. Euro).
Gehalt: Der AC Mailand übernimmt das Gehalt des Deutschen vollständig.
Premiere dank „Füllkrug-Sonderregel“?
In Italien wird der Transfer bereits euphorisch gefeiert. Da das Transferfenster in der Serie A am 2. Januar 2026 öffnet, könnte Füllkrug theoretisch schon am selben Tag gegen Cagliari Calcio auf dem Platz stehen. Die italienische Presse spricht bereits von einer „Füllkrug-Ausnahmeregel“, da die Registrierung der Dokumente aufgrund der Feiertage unter Hochdruck vorangetrieben wird. Bei den „Rossoneri“ trifft er im Sturmzentrum auf namhafte Konkurrenz wie Rafael Leão und Christian Pulisic, doch da Milan derzeit auf Platz zwei der Tabelle steht und ein echter „Knipser“ im Zentrum oft fehlte, stehen die Chancen auf Einsatzminuten deutlich besser als in London. mei
