Die Situation für deutsche Touristen in Dubai hat sich am heutigen 2. März 2026 drastisch zugespitzt. Nach den Luftschlägen gegen den Iran und dessen massiven Gegenschlägen herrscht in der Metropole Ausnahmezustand.
Rund 10.000 bis 20.000 Deutsche sitzen nach Schätzungen des Auswärtigen Amtes und des Reiseverbands allein in Dubai fest. Hier ist der aktuelle Lagebericht:
Sicherheitslage: Einschläge in Wahrzeichen
Die größte Verunsicherung herrscht aufgrund direkter Angriffe auf zivile Ziele in Dubai. Nachdem bereits am Samstag das Fairmont Hotel auf der Palmeninsel durch Drohnenbeschuss beschädigt wurde, trafen Berichten zufolge am Sonntag Trümmerteile oder Drohnen auch das Burj Al Arab.
Verhalten: Das Auswärtige Amt rät dringend dazu, in den Hotels zu bleiben und Fensterfronten zu meiden.
Schutz: Touristen werden angewiesen, bei Alarm die Treppenhäuser oder (falls vorhanden) Luftschutzräume aufzusuchen.
Luftverkehr: Totale Blockade
- Der Flughafen Dubai International (DXB), einer der geschäftigsten Hubs der Welt, hat den Betrieb fast vollständig eingestellt.
- Emirates & Flydubai: Alle Flüge wurden mindestens bis Dienstag, den 3. März, 15:00 Uhr (Ortszeit) ausgesetzt.
- Lufthansa Group: Die Lufthansa hat alle Verbindungen in die Golfregion vorerst bis einschließlich Mittwoch gestoppt.
- Gestrandete Passagiere: Allein am Flughafen DXB halten sich rund 20.000 Menschen auf. Die emiratische Regierung hat zugesichert, Unterbringungskosten für Gestrandete vorerst zu übernehmen, da Hotels in Flughafennähe komplett überbucht sind.
Kreuzfahrt-Touristen sitzen fest
Besonders prekär ist die Lage für Urlauber auf den Kreuzfahrtschiffen (u.a. von AIDA und TUI Cruises), die derzeit im Hafen von Dubai oder vor der Küste liegen.
- Die Reedereien haben den Landgang aus Sicherheitsgründen untersagt.
- Passagiere müssen an Bord bleiben und dürfen teilweise die Außendecks nicht mehr betreten (Splittergefahr).
- Eine Ausschiffung zur Heimreise ist aufgrund der Flughafensperren derzeit nicht möglich.
Infos für Betroffene: Was tun?
Das Auswärtige Amt hat eine offizielle Reisewarnung für die Vereinigten Arabischen Emirate ausgesprochen.
- Registrierung: Alle Deutschen vor Ort sind aufgerufen, sich in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen, um über Notfallmaßnahmen informiert zu werden.
- Keine Evakuierungsflüge: Außenminister Wadephul stellte klar, dass derzeit keine staatlichen Evakuierungen möglich sind, da der Luftraum faktisch gesperrt und die Lage zu volatil für Rettungsflüge ist.
- Pauschalreisende: Wenden Sie sich direkt an Ihren Reiseveranstalter. Diese sind verpflichtet, für Unterkunft und Verpflegung zu sorgen, solange die Heimreise unmöglich ist.
Wichtigster Hinweis: „Fahren Sie unter keinen Umständen auf eigene Faust zum Flughafen. Bleiben Sie in Ihren Unterkünften und warten Sie auf offizielle Anweisungen der Behörden.“ mei
Foto: Pixabay
