Internationaler Ölmarkt massiv unter Druck - Schlangen an den Zapfsäulen

Der internationale Ölmarkt steht am heutigen 3. März 2026 unter dem massiven Eindruck der militärischen Eskalation im Nahen Osten.

 

Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat eine Schockwelle ausgelöst, die nun unmittelbar die deutschen Tankstellen erreicht.

 

Hier ist der aktuelle Bericht zur Lage

 

Internationaler Ölmarkt: Das Auge des Sturms

 

Nach den US-israelischen Luftangriffen und dem Tod von Ali Chamenei ist die wichtigste Schlagader der globalen Energieversorgung faktisch lahmgelegt.

  • Ölpreise: Die Nordseesorte Brent verteuerte sich am Dienstagmorgen um weitere 3 % auf rund 80,09 USD je Barrel. Zum Wochenstart war der Preis in der Spitze bereits auf über 82 USD geschossen – der höchste Stand seit Juli 2024.
  • Hormus-Blockade: Die iranischen Revolutionsgarden haben die Durchfahrt durch die Straße von Hormus für „geschlossen“ erklärt. Da täglich rund 20 Millionen Barrel (ca. 20 % des weltweiten Verbrauchs) diese Meerenge passieren, stauen sich die Tanker vor den Küsten Saudi-Arabiens und des Iraks.
  • Risiko 100 Dollar: Analysten warnen, dass bei einer wochenlangen Blockade Preise von über 100 USD pro Barrel unvermeidbar sind. Die OPEC+ signalisiert zwar Fördererhöhungen, kann den Ausfall der Hormus-Route aber physisch nicht kompensieren.

Spritpreise in Deutschland: Schlangen an den Zapfsäulen

 

In Deutschland hat die Angst vor einer Energieknappheit zu einem regelrechten Ansturm auf die Tankstellen geführt. Der Tankstellen-Interessenverband berichtet von langen Warteschlangen seit dem Wochenende.

Aktuelle Preise (Durchschnittswerte vom 02./03.03.2026):

 

Super E10 1,75 € 1,85 € - 1,88 € + 10-13 Cent

 

Diesel 1,73 € 1,83 € - 1,85 € + 10-12 Cent

 

Heizöl < 100 € / 100L > 120 € / 100L + 20 %

 

Preistreiber im März 2026

  • Rohöl-Aufschlag: Die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten erfolgt derzeit in Echtzeit.CO₂-Steuer.
  • Seit dem 1. Januar 2026 gilt der neue CO₂-Preis von 65 Euro pro Tonne, was Benzin und Diesel ohnehin strukturell verteuert hat.
  • Psychologischer Aufschlag: Experten werfen den Mineralölkonzernen vor, die Krisenlage für zusätzliche Gewinnmargen zu nutzen („Schluck aus der Pulle“).

Entlastung und Ausblick

 

Die Bundesregierung versucht, die Wogen zu glätten, doch der Spielraum ist begrenzt.

Pendlerpauschale: Zum 1. Januar 2026 wurde diese bereits auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer angehoben, um die hohen Spritkosten abzufedern.

 

Benzin-Abzocke-Debatte: Die Politik übt scharfe Kritik an den sprunghaften Erhöhungen. Dennoch wird erwartet, dass die Preise bis zum Wochenende weiter steigen, sollte keine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt in Sicht sein. Tipp für Autofahrer: Nutzen Sie Tank-Apps für den Preisvergleich. Die Unterschiede zwischen den Marken können in dieser volatilen Phase bis zu 15 Cent pro Liter betragen. Abends (zwischen 18:00 und 22:00 Uhr) bleibt das Tanken meist günstiger als am Morgen. mei

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