Die Lage für die rund 30.000 deutschen Touristen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bleibt am heutigen Dienstag, den 3. März 2026, extrem angespannt, zeigt aber erste Anzeichen einer vorsichtigen logistischen Bewegung.
Hier ist der aktuelle Bericht zur Situation vor Ort
Flugverkehr: Erste Evakuierungs- und Sonderflüge
Nach der fast vollständigen Blockade der letzten Tage gibt es erste Signale einer schrittweisen Wiederaufnahme des Flugbetriebs, allerdings unter strengsten Auflagen:
Eingeschränkter Betrieb: Die Fluggesellschaften Emirates und flydubai haben seit heute Morgen (7:10 Uhr Ortszeit) begonnen, einen stark begrenzten Sonderflugplan abzuwickeln. Vorrang haben gestrandete Passagiere mit bereits existierenden Buchungen.
- TUI-Rückholaktion: Der Reisekonzern TUI hat heute Morgen angekündigt, eigene Maschinen ("Standby") für die Rückholung deutscher Urlauber einzusetzen. Erste Flüge sollen nach München gehen, sobald die Sicherheitsfreigaben der emiratischen Luftfahrtbehörde vorliegen.
- Wichtiger Hinweis: Die Flughafenbetreiber in Dubai (DXB) warnen eindringlich: Fahren Sie nur zum Flughafen, wenn Sie eine bestätigte Abflugzeit für den heutigen Tag haben. Der Aufenthalt in den Terminals für Wartende ohne Ticket bleibt untersagt, um Überfüllung und Sicherheitsrisiken zu minimieren.
Sicherheitslage: "Blitze und Explosionen"
- Obwohl die emiratische Luftabwehr einen Großteil der iranischen Drohnen- und Raketenangriffe abfangen konnte, berichten deutsche Urlauber von einer Nacht voller Angst.
- Trümmerregen: In den sozialen Medien und Berichten (u.a. via L'Unione Sarda) schildern Augenzeugen "Blitze, Explosionen und Schreie" über der Stadt. Abgefangene Fragmente fielen auf Stadtgebiete; in Sharjah stiegen schwarze Rauchwolken aus einem Industriegebiet auf.
Verhaltensregeln: Das Auswärtige Amt hält an der dringenden Empfehlung fest: Bleiben Sie in den Hotels, meiden Sie Fensterfronten und begeben Sie sich bei Alarm unmittelbar in Treppenhäuser oder Luftschutzräume.
Politische Debatte um Evakuierung
- In Deutschland ist ein heftiger Streit um die Rolle des Staates entbrannt:
- Wadephul-Kontroverse: Außenminister Johann Wadephul geriet gestern massiv in die Kritik, nachdem er staatliche Evakuierungsflüge zunächst als "nicht machbar" abgelehnt hatte. Nach öffentlichem Druck revidierte er seine Haltung teilweise: Krisenteams wurden nun nach Oman und Doha entsandt, um "vulnerable Gruppen" (Senioren, Kranke) vorrangig aus der Region zu bringen.
- Reisewarnung: Es besteht weiterhin eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die gesamte Region, einschließlich Dubai und Abu Dhabi.
Zusammenfassung für Betroffene
Pauschalurlauber TUI und andere Veranstalter planen Rückflüge. Kontakt über die jeweilige Reise-App halten.
Individualreisende Emirates/flydubai mit Notbetrieb. Nicht ohne Bestätigung zum Flughafen fahren.
Sicherheit Hochrisiko durch Trümmerflug. In der Krisenvorsorgeliste ELEFAND registrieren.
Finanzen VAE-Regierung übernimmt teils Hotelkosten. mei
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