Börse im Fokus der Geopolitik - DAX tritt auf der Stelle - Ölpreise steigen

Die internationalen Finanzmärkte stehen heute, 5.3.2026,  ganz im Zeichen der Eskalation im Nahen Osten. Während Anleger am Morgen noch auf eine Fortsetzung der gestrigen Erholung hofften, sorgt die Unsicherheit über den Iran-Konflikt und dessen Auswirkungen auf die globalen Handelsrouten für neue Zurückhaltung.

 

Deutscher Markt: DAX unter Druck der Berichtssaison

 

Der deutsche Leitindex DAX startete schwächer in den Handel und notiert am Vormittag bei rund 24.150 Punkten (–0,2 %). Belastet wird das Barometer nicht nur durch die Geopolitik, sondern auch durch gemischte Signale aus der laufenden Quartalssaison.

 

  • Logistik & Chemie: Die Aktie von DHL sackte um über 5 % ab, nachdem der Konzern einen verhaltenen Ausblick auf das restliche Jahr 2026 gab. Auch Merck verzeichnete Verluste, da das Unternehmen mit einem Gewinnrückgang rechnet.
  • Technik & Energie: Zu den Gewinnern gehörten gestern noch Siemens Energy und Infineon, die heute jedoch einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben mussten.
  • Zweitreihe: Im MDAX geriet der Werbedienstleister Ströer massiv unter Druck (–8 %), nachdem die Gewinnprognose die Analystenerwartungen von JPMorgan enttäuschte.

Internationale Märkte: Wall Street und Asien

  • USA: Die US-Futures deuten auf einen verhaltenen Start hin. Der Nasdaq 100 notiert vorbörslich leicht im Minus bei ca. 24.990 Punkten. Investoren sorgen sich hier vor allem um die Auswirkungen steigender Energiepreise auf die US-Inflation und die künftige Zinspolitik.
  • Asien: Die asiatischen Märkte zeigten sich am Mittwoch, 4.3.2026, tiefrot. Besonders der südkoreanische Kospi brach zeitweise um bis zu 12 % ein, da ausländische Investoren massiv Kapital aus der Region abzogen.

Rohstoffe und Devisen

 

Der Iran-Krieg bleibt der Haupttreiber für die Rohstoffmärkte. Die Angst vor einer dauerhaften Blockade der Straße von Hormus wirkt wie ein Brandbeschleuniger.

  • Ölpreis: Rohöl der Sorte Brent kletterte heute wieder über die Marke von 82,50 USD pro Barrel. Analysten warnen, dass bei einer anhaltenden Sperrung der Schifffahrtswege Preise von über 100 USD drohen könnten.
  • Gold: Das Edelmetall wird seinem Ruf als „Sicherer Hafen“ gerecht und notiert stabil bei über 5.150 USD pro Feinunze (in lokaler Währung).
  • Devisen: Der Euro verliert gegenüber dem US-Dollar leicht an Boden und handelt aktuell bei ca. 1,1615 USD. Der Dollar profitiert von seiner Rolle als globale Reservewährung in Krisenzeiten.

Zusammenfassung Indizes (Stand 11:30 Uhr, 5.3.2026)

  • DAX 24.150 -0,21 %
  • EuroStoxx 50 5.865 -0,15 %
  • Nasdaq 100 (Fut.) 24.991 -0,42 %
  • Brent Öl 82,74 USD +1,20 %
  • Gold 5.158 USD +0,34 %

Fazit: Der Markt befindet sich im "Wait-and-See"-Modus. Solange keine diplomatische Entspannung im Iran-Konflikt in Sicht ist, dürften die Volatilität hoch und die Risikobereitschaft gering bleiben. mei

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