Iran-Krieg: Nach Trumps "Ausflugsrhetorik" üben sich die Deutschen und Europäer in diplomatischer Unterwürfigkeit

In Europa und insbesondere im Berliner Kanzleramt wird Donald Trumps „Excursion“-Rhetorik mit einer Mischung aus diplomatischer Unterwürfigkeit und unterdrückter Panik aufgenommen.

 

Während Trump den Krieg als erfolgreichen Kurztrip inszeniert, versucht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), einen Balanceakt zu vollziehen, der Kritiker zunehmend fassungslos macht.

 

Hier die Analyse der europäischen Reaktionen

 

Kanzler Merz: Loyalität mit „Bauchschmerzen“

 

Friedrich Merz verfolgt gegenüber Trump eine Strategie, die Beobachter als „vorbehaltlose Loyalität bei gleichzeitiger Risiko-Warnung“ beschreiben.

  • Das Dilemma: Merz weigert sich konsequent, die völkerrechtliche Legitimität der US-Angriffe offen infrage zu stellen. Er spricht stattdessen von einem „völkerrechtlichen Dilemma“. Man wolle die Partner (USA und Israel) „nicht belehren“, da jahrelange Diplomatie gegenüber dem Mullah-Regime gescheitert sei.
  • Die Kritik an Trump: In Washington (beim Besuch am 3. März) wurde Merz jedoch ungewohnt deutlich, was die wirtschaftlichen Folgen betrifft. Er warnte Trump, dass der Krieg den westlichen Volkswirtschaften massiv schade. Seine Mahnung vor einem „endlosen Krieg“ und einem unkontrollierten Zerfall des Irans ist ein direkter Kontrast zu Trumps Darstellung einer schnellen, sauberen Operation.

Keine Beteiligung: Trotz der rhetorischen Rückendeckung bleibt Merz hart bei der Ansage: Keine deutschen Soldaten für diesen Krieg. Die Bundeswehr in der Region (Jordanien/Irak) operiert nur im Rahmen der Selbstverteidigung.

 

Die EU: Ein „fiasco“ der Uneinigkeit

 

Die Europäische Union bietet im März 2026 ein Bild der Zerrissenheit. Während Trump Fakten schafft, streitet Brüssel über die richtige Wortwahl.

  • Zwei Lager: Auf der einen Seite steht Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die einen Regimewechsel in Teheran vorsichtig begrüßt. Auf der anderen Seite mahnt die neue Außenbeauftragte Kaja Kallas zur „maximalen Zurückhaltung“ und zum Schutz der Zivilbevölkerung.
  • Vorwurf der „Vassalisierung“: Kritische Medien werfen der EU-Spitze vor, sich Trump komplett unterzuordnen. Man habe hingenommen, dass die USA einen Krieg ohne Vorwarnung der Verbündeten begannen, und verteidige nun „reflexartig“ das Vorgehen Washingtons, um Trump bei anderen Themen (wie Ukraine oder Zöllen) milde zu stimmen.

Spanien und Großbritannien: Die einsamen Mahner

 

Interessanterweise ist es der britische Premierminister Starmer, der die deutlichste Distanz zu Trump hält. London verweigerte die Teilnahme an den ersten Angriffswellen und schränkte zeitweise die Nutzung britischer Stützpunkte für US-Bomber ein. Dies hat Starmer bereits den Zorn Trumps eingebracht, der Großbritannien öffentlich als „enttäuschend“ und „zögerlich“ bezeichnete. Auch Spaniens Ministerpräsident Sanchez verweigerte den Amerikanern die Nutzung ihrer Basen in Spanien für den Iran-Krieg.

 

Zusammenfassung: Das europäische Kalkül

 

Die Strategie von Merz und Co. ist rein transaktional:

  • Man hofft, durch die Unterstützung im Iran-Krieg Trumps Drohungen mit Importzöllen (15 %-Pauschale) abzuwenden.
  • Man versucht, Trump bei der Stange zu halten, was die Unterstützung der Ukraine gegen Russland betrifft.

Kritik: Experten warnen, dass dieses „Stillhalten“ brandgefährlich ist. Indem Europa Trumps „Excursion“-Rhetorik nicht widerspricht, wird es mitschuldig an einer Eskalation, für die es – anders als die USA – keinen strategischen Plan für den „Tag danach“ hat. mei

Foto: Pixabay

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