DAX startet mit massivem Ausverkauf in die Woche - DAX stark angeschlagen

Die Börsenwoche startet am Montag, den 23. März 2026, mit einem massiven Ausverkauf. Die Angst vor einer unkontrollierten Eskalation im Nahen Osten hat die Märkte fest im Griff und sorgt für eine Flucht aus Risikoanlagen.

 

Hier ist der detaillierte Bericht zum Marktgeschehen:

 

DAX-Analyse: Die 22.000er-Marke ist gefallen

 

Der deutsche Leitindex erlebte einen schwarzen Montagmorgen. Nachdem er bereits schwach in den vorbörslichen Handel gestartet war, beschleunigte sich der Abwärtstrend mit der Xetra-Eröffnung drastisch.

Aktueller Stand: Der DAX notiert am Vormittag bei etwa 21.950 Punkten, was einem Minus von rund 1,9 % gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag entspricht.

  • Psychologische Hürde: Zum ersten Mal seit dem "Zoll-Schock" vom April 2025 ist der Index unter die psychologisch wichtige Marke von 22.000 Punkten gerutscht.
  • Marktbreite: Das Bild ist tiefrot. Von den 40 DAX-Werten verzeichnen 36 Kursverluste. Besonders unter Druck stehen zyklische Industriewerte wie Siemens (-4,1 %) und Energieversorger wie E.ON (-5,1 %), die unter den unsicheren Versorgungsaussichten leiden.

Die Treiber: "Extreme Fear" und das US-Ultimatum

 

Die Marktstimmung, gemessen am Fear & Greed Index, ist auf den Wert 15 ("Extreme Fear") gesunken.

  • Iran-Krieg Eskalation: Auslöser für die heutige Panik ist ein Ultimatum von US-Präsident Trump. Er drohte in der Nacht zum Sonntag mit der Zerstörung iranischer Energieanlagen, sollte die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden freigegeben werden. Teheran reagierte mit Drohungen über eine dauerhafte Schließung der Meerenge.
  • Ölpreis-Schock: Während die Aktienkurse purzeln, schießt der Ölpreis nach oben. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell rund 114 USD – ein massiver Anstieg gegenüber den ca. 70 USD vor Kriegsausbruch. Dies schürt massive Inflationsängste bei den Anlegern.

Ungewöhnliche Dynamik: Gold verliert seinen Glanz

 

Ein bemerkenswertes Phänomen am heutigen Handelstag ist die Schwäche des Goldpreises, der normalerweise als "sicherer Hafen" gilt.

  • Liquiditätsbeschaffung: Die Feinunze Gold fiel zeitweise um über 8 % auf unter 4.100 USD. Marktanalysten erklären dies damit, dass große institutionelle Anleger Gold verkaufen müssen, um Verluste am Aktienmarkt auszugleichen (Margin Calls) oder Liquidität für den extrem teuren Ölmarkt zu generieren.
  • Anleihen: Auch Bundesanleihen werden verkauft; die Rendite der 10-jährigen Papiere stieg auf 3,07 %, den höchsten Stand seit 2011.

Ausblick: Worauf Anleger jetzt achten müssen

 

Die technische Lage des DAX ist stark angeschlagen. Solange der Index unter der Marke von 22.240 Punkten (dem 20-Tage-Durchschnitt) bleibt, ist das Risiko weiterer Abgaben bis in den Bereich von 21.700 Punkten extrem hoch.

  • Nächster Fixpunkt: Die Eröffnung der Wall Street um 14:30 Uhr (MEZ). Sollten auch dort die Tech-Werte massiv abgestoßen werden, droht dem DAX ein Schlussstand nahe dem Tagestief.
  • Politik: Jede Nachricht bezüglich des US-Ultimatums wird heute zu extremen Kurssprüngen (Volatilität) führen.

Fazit: Es ist ein Start in die Woche, der von geopolitischer Ohnmacht geprägt ist. Fundamentaldaten der Unternehmen spielen momentan kaum eine Rolle; der Markt wird rein von der "Kriegsrhetorik" aus Washington und Teheran gesteuert. mei

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Foto: Pixabay/Geralt