Hier eine Übersicht der Branchen und Einzelwerte im MDAX und TecDAX, die am heutigen Montagvormittag (23. März 2026) unter dem "Trump-Iran-Schock" und dem DAX-Rutsch unter die 22.000er-Marke am stärksten leiden.
MDAX: Die "Opfer" der Energiekosten und Logistik
Der Index der mittelgroßen Werte verliert aktuell 2,4 % und steht bei 25.840 Punkten. Hier schlagen die hohen Ölpreise direkt auf die Geschäftsmodelle durch.
Chemie & Spezialstoffe (Massiver Kostendruck)
Unternehmen wie Lanxess und Wacker Chemie leiden unter den explodierenden Gas- und Ölpreisen, die als Rohstoffe und Energieträger essenziell sind. Lanxess: -6,2 % (Angst vor Margen-Kollaps). Wacker Chemie: -5,8 %.
Logistik & Luftfahrt (Kerosin-Schock)
Die Branche reagiert allergisch auf den Ölpreis von über 114 USD.
- Lufthansa: -7,4 % (Treibstoffkosten fressen die Erholungsgewinne des Frühlings auf).
- Fraport: -4,9 % (Sorge vor Flugausfällen im Nahen Osten und sinkender Reiselust).
TecDAX: Zinsangst trifft Wachstumswerte
Der TecDAX verliert 2,1 % auf 3.120 Punkte. Das Hauptproblem ist hier die Kopplung an die US-Staatsanleihen: Steigen die Renditen wegen der Kriegs-Inflation, sinken die Bewertungen der Tech-Firmen.
Halbleiter & Chip-Zulieferer (Lieferketten-Angst)
Die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts auf globale Handelsrouten belastet die hochgradig vernetzte Chip-Industrie.
- Aixtron: -5,5 %
- Siltronic: -4,8 %
Erneuerbare Energien (Gegenbewegung zum Öl)
Interessanterweise gibt es hier vereinzelte "Grüne Inseln", da Anleger auf die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen setzen.
- Nordex: +1,2 % (Einziger Wert im TecDAX im Plus).
- SMA Solar: +/- 0 % (Stabilisiert sich nach anfänglichen Verlusten).
Zusammenfassung der größten Verlierer (Stand 11:30 Uhr)
- Lufthansa MDAX -7,4 % Kerosinpreise & Flugrouten-Sperrung
- Lanxess MDAX -6,2 % Energieintensive Produktion
- Aixtron TecDAX -5,5 % Zinsanstieg & Tech-Abverkauf
- Delivery Hero MDAX -5,1 % Konsumzurückhaltung durch Inflation
Was bedeutet das für den Nachmittag?
Die Blicke richten sich nun auf die US-Vorbörse (Nasdaq 100). Sollte Washington das Ultimatum gegen den Iran bekräftigen, droht am Nachmittag eine zweite Verkaufswelle, die den TecDAX unter die wichtige Unterstützung von 3.050 Punkten drücken könnte. mei
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