Die Frage, ob der Iran-Konflikt Donald Trump die Präsidentschaft kosten wird, ist im März 2026 das bestimmende Thema der US-Politik. Dabei muss man zwischen der rechtlichen Lage und der politischen Stimmung unterscheiden.
Die rechtliche Hürde: Das Ende der Amtszeit
Zunächst die wichtigste formale Tatsache: Donald Trump kann 2028 ohnehin nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Der 22. Zusatzartikel der US-Verfassung verbietet es einer Person, mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt zu werden. Da Trump die Wahlen 2016 und 2024 gewonnen hat, endet seine Präsidentschaft verfassungsgemäß am 20. Januar 2029. Der Krieg kann ihn also im klassischen Sinne nicht die „Wiederwahl“ kosten, da diese rechtlich ausgeschlossen ist.
Die politische Gefahr: Das Erbe und die Midterms 2026
Obwohl er selbst nicht mehr kandidiert, hat der Krieg massive Auswirkungen auf seine Machtbasis und die Zukunft seiner Bewegung:
- Der "Peace Candidate"-Mythos bröckelt: Trump warb 2024 massiv damit, der einzige Kandidat zu sein, der neue Kriege verhindert. Die Operation "Epic Fury" gegen den Iran hat diesen Nimbus zerstört. Aktuelle Umfragen (März 2026) zeigen, dass nur noch rund 27 % der Amerikaner die Luftschläge befürworten.
- Wirtschaftlicher Bumerang: Die Inflation und die Benzinpreise (über 3,50 USD/Gallone) sind das größte Risiko. Wenn die Wähler im November 2026 bei den Midterm-Wahlen (Kongresswahlen) die Republikaner abstrafen, könnte Trump die letzten zwei Jahre seiner Amtszeit als "Lame Duck" (lahme Ente) ohne parlamentarische Mehrheit verbringen.
- Spaltung der Basis: Während der harte Kern loyal bleibt, wenden sich viele Unabhängige und moderate Republikaner ab. Sie werfen ihm vor, das Land ohne klare Strategie in einen "Endloskrieg" gestürzt zu haben – genau das, was er seinen Vorgängern immer vorgeworfen hat.
Der strategische Faktor: Regime Change vs. Exit
Kritiker sehen den Iran-Krieg als Trumps größtes politisches Wagnis. Sollte es ihm gelingen, einen schnellen, für die USA "kostengünstigen" Sieg zu erzielen (zum Beispiel durch ein neues Atomabkommen oder eine Öffnung der Straße von Hormus), könnte er als starker Anführer in die Geschichte eingehen. Bleibt er jedoch im "iranischen Sumpf" stecken, während die US-Wirtschaft unter den Ölpreisen leidet, wird dies sein politisches Erbe nachhaltig beschädigen und einem demokratischen Nachfolger 2028 den Weg ins Weiße Haus ebnen.
Zusammenfassung
Auswirkung auf Trump
- Wiederwahl 2028 Rechtlich unmöglich (22. Zusatzartikel).
- Midterms 2026 Hohes Risiko, die Mehrheit im Kongress zu verlieren.
- Öffentliche Meinung Starker Rückgang der Beliebtheit bei Unabhängigen.
- Wirtschaft Inflation durch den Krieg gefährdet seinen "Wirtschaftsboom". mei
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