Das Finale der Mutua Madrid Open am 3. Mai 2026 wird als eine der einseitigsten Lehrstunden in die Geschichte des Turniers eingehen.
Der Weltranglistenerste Jannik Sinner demontierte den Hamburger Alexander Zverev in nur 58 Minuten mit 6:1 und 6:2. Mit diesem Sieg schrieb Sinner Sportgeschichte: Er ist der erste männliche Tennisprofi, dem es gelang, fünf Masters-1000-Turniere in Folge zu gewinnen (Paris 2025 sowie Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und nun Madrid 2026).
Der Spielverlauf: Einbahnstraßen-Tennis
Von Beginn an ließ der Südtiroler keinen Zweifel an seiner aktuellen Vormachtstellung auf der Tour aufkommen.
- Dominanz beim Aufschlag: Sinner gewann beeindruckende 93 % seiner Punkte, wenn der erste Aufschlag kam. Über das gesamte Match hinweg musste er keinen einzigen Breakball gegen sich abwehren.
- Druck von der Grundlinie: Zverev, der in Madrid eigentlich für seine Stärke unter den schnellen Bedingungen in der Höhenlage bekannt ist, fand keinerlei Mittel gegen die Präzision und Geschwindigkeit Sinners. Der Italiener startete mit einem 5:0-Lauf in den ersten Satz und ließ Zverev nie zur Entfaltung kommen.
- Effizienz: Sinner nutzte alle seine vier Breakchancen eiskalt aus und beendete die Partie standesgemäß mit einem Zu-Null-Aufschlagspiel.
Stimmen zum Spiel
- Alexander Zverev zeigte sich nach dem Match als fairer, aber tief enttäuschter Verlierer: „Zuerst einmal: Super sorry für das Finale, es war nicht mein bester Tag. Sinner ist mit Abstand der beste Spieler aktuell.“
- Jannik Sinner blieb trotz seines historischen Meilensteins gewohnt bescheiden: „Ich bin sehr glücklich über das Level, das ich gerade spiele. Es steckt viel harte Arbeit, Disziplin und Opferbereitschaft dahinter. Dass ich jetzt diese Ergebnisse sehe, bedeutet mir und meinem Team unglaublich viel.“
Ausblick: Die French Open im Visier
Mit diesem Sieg festigt Sinner seine Position als Top-Favorit für die anstehenden French Open in Paris. Die statistische Dominanz ist erschreckend: Er hat Zverev nun neunmal in Folge geschlagen und in seiner gesamten Masters-Siegesserie von fünf Turnieren lediglich zwei Sätze abgegeben. Für Zverev bleibt Madrid trotz der bitteren Finalniederlage ein Erfolg, da er sich in der Weltrangliste weiterhin stabil in der absoluten Spitze hält, doch die Lücke zu Sinner wirkte an diesem Sonntagabend größer denn je. mei
Foto: Pixabay
