Der Cold Case um die 1992 ermordete Bianca Bersch wurde in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ am 6. Mai 2026 (die Sendung findet üblicherweise mittwochs statt) erneut der Öffentlichkeit präsentiert.
Ziel der Kölner Polizei ist es, nach über drei Jahrzehnten durch neue Zeugenaussagen oder moderne DNA-Analysen den Mörder der damals 48-Jährigen zu fassen.
Hier ist der Bericht zum Fall und den neuen Erkenntnissen aus der Sendung
Der Fall: Ein tödliches Doppelleben
Bianca Bersch führte zum Zeitpunkt ihres Todes ein Leben zwischen zwei Welten. Offiziell lebte sie mit ihrem Ehemann in Rheinland-Pfalz. Unter der Woche hielt sie sich jedoch in ihrer Zweitwohnung im Kölner Belgischen Viertel (Brabanter Straße 50) auf.
- Das Pseudonym: In Köln arbeitete sie als Prostituierte unter dem Namen „Yvonne“. Ihr Apartment lag direkt über dem damaligen Spielclub „Picadilly“.
- Die Tat: Am 3. oder 4. Juli 1992 wurde sie in dieser Wohnung durch zahlreiche Messerstiche getötet. Ihr Sohn fand die Leiche am 4. Juli blutüberströmt im Flur des Apartments vor.
- Das Motiv: Da die Wohnung durchsucht worden war, gehen die Ermittler von einem Raubmord aus. Es wird vermutet, dass der Täter ihr letzter Freier war.
Wichtige Spuren und Beweismittel
Die Polizei sicherte am Tatort zwei markante Gegenstände, die laut Profilern mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Täter gehörten:
Ein fremder Schlüsselbund: Dieser wurde in der Wohnung gefunden und konnte bisher niemandem aus dem Umfeld des Opfers zugeordnet werden.
- Zwei blutverschmierte Tennissocken: Der Täter scheint diese Socken als improvisierte Handschuhe benutzt zu haben, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Die moderne Kriminaltechnik hofft hierbei auf DNA-Spuren, die 1992 noch nicht auswertbar waren.
Die Sendung am 06.05.2026: Neue Hinweise?
In der XY-Sendung wurde der Fall in einem aufwendigen Filmbeitrag rekonstruiert. Besonders die Darstellung des „Doppellebens“ sollte Personen ansprechen, die Bianca Bersch damals im Kölner Rotlichtmilieu oder in ihrem privaten Umfeld gekannt haben.
Aktueller Stand der Ermittlungen
- Zeugenmeldungen: Unmittelbar nach der Ausstrahlung gingen mehrere Hinweise im XY-Studio ein. Ein Hinweisgeber soll Details zu einem Mann genannt haben, der Anfang der 90er Jahre regelmäßig im Bereich der Brabanter Straße verkehrte und durch aggressives Verhalten gegenüber Frauen aufgefallen war.
- Belohnung: Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung ausgesetzt.
🔍 Fragen der Polizei
Die Kölner Ermittler suchen Antworten auf folgende Fragen:
- Wer kannte Bianca Bersch unter ihrem Namen „Yvonne“ oder „Bianca“ und hat sie im Juli 1992 gesehen?
- Wer kann Angaben zu dem am Tatort gefundenen Schlüsselbund machen?
- Hatte Bianca Bersch kurz vor ihrem Tod von Angst oder konkreten Bedrohungen berichtet?
Hinweis: Zeugen können sich weiterhin an das Polizeipräsidium Köln (Kriminalkommissariat 11) oder jede andere Polizeidienststelle wenden.
Der Fall Bianca Bersch zeigt eindrucksvoll, dass Cold Cases nie ganz zu den Akten gelegt werden. Mit der Hilfe der Fernsehzuschauer hofft die Justiz, den Angehörigen nach 34 Jahren endlich Gewissheit und Gerechtigkeit verschaffen zu können. mei
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