Zverev gewinnt die French Open: "Ich habe mich im fünften Satz einfach wiedergefunden"

Das lange Warten hat ein Ende! In einem epischen, nervenaufreibenden Fünf-Satz-Krimi hat sich Alexander Zverev auf dem Court Philippe-Chatrier seinen allerersten Grand-Slam-Titel gesichert.

 

Der 29-jährige Hamburger bezwang den italienischen Überraschungsfinalisten Flavio Cobolli mit 3:2 nach Sätzen und krönte sich zum König von Roland Garros.

 

Damit bricht Zverev nicht nur seinen persönlichen Final-Fluch bei den Major-Turnieren, sondern schreibt auch deutsche Tennis-Geschichte: Er ist der erste deutsche French-Open-Sieger im Herreneinzel seit Henner Henkel im Jahr 1937 und der erste deutsche Grand-Slam-Champion bei den Männern seit Boris Beckers Triumph bei den Australian Open 1996.

 

Der Spielverlauf: Eine emotionale Achterbahnfahrt

  • Das Match hielt von der ersten Minute an alles, was man sich von einem großen Finale verspricht. Zverev, der als klarer Favorit in sein viertes Grand-Slam-Endspiel gegangen war, startete extrem fokussiert und sicherte sich die frühe Führung.
  • Doch der 24-jährige Cobolli, der nach dem kampflosen Halbfinal-Einzug (wegen der Erkrankung seines Landsmanns Matteo Arnaldi) völlig ausgeruht aufspielte, schlug mit unbändiger Energie und spektakulären Vorhand-Schlägen zurück.
  • Nachdem beide Spieler Phasen absoluter Dominanz zeigten, gipfelte die Partie im alles entscheidenden fünften Satz.

Der Knackpunkt: Direkt zu Beginn des fünften Satzes legte Zverev einen furiosen Fehlstart ad acta und zog mit einem schnellen Break auf 3:0 davon.

  • Die Entscheidung: Cobolli kämpfte aufopferungsvoll, doch Zverev ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit der Erfahrung aus seinen bitteren Final-Niederlagen der Vergangenheit (wie den US Open 2020 oder Paris 2024) servierte er das Match am Ende nervenstark aus.

Die Match-Statistiken im Überblick

Kategorie Alexander Zverev (GER) Flavio Cobolli (ITA)

Endergebnis 3 2

  • Asse 17 (Zverev ) 6 (Cobolli)
  • Unforced Errors 38 (Zverev) 45 (Cobolli)
  • Breakbälle genutzt 41% (Zverev) 36% (Cobolli)

„Ich habe mich im fünften Satz einfach wiedergefunden. Es war ein brutaler Kampf gegen einen großartigen Spieler und Freund“, erklärte ein sichtlich emotionaler Zverev direkt nach dem Match am Eurosport-Mikrofon.

 

Für Flavio Cobolli endet die Reise in Paris zwar mit einer bitteren Finalniederlage, dennoch markieren diese French Open seinen endgültigen Durchbruch auf der ganz großen Bühne. Durch den Finaleinzug wird der Italiener am Montag zum ersten Mal in seiner Karriere in die Top 10 der Weltrangliste einziehen. Zverev hingegen zementiert seinen Status als Nummer drei der Welt – und hat endlich den Pokal in den Händen, dem er ein Leben lang hinterhergejagt ist. mei

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