Monaco Grand Prix: Ermöglichten die Ausfälle und Strafen der Konkurrenz den fünften Sieg für Antonelli in Folge

Was für ein unglaubliches Drama auf den Straßen des Fürstentums! Der Große Preis von Monaco am 7. Juni 2026 bot alles, was diesen Klassiker so legendär wie unberechenbar macht: Rekorde, strategische Nervenkriege, eine rote Flagge wegen einer schmelzenden Strecke und jede Menge Mauerkontakte.

 

Hier ist der Rennbericht zu einem der verrücktesten Monaco-GPs der letzten Jahre.

 

Antonelli schreibt Geschichte: Fünfter Sieg in Folge

Der 19-jährige Mercedes-Teenager Kimi Antonelli ist derzeit im absoluten Rausch. Nachdem er sich bereits am Samstag hauchSchafftedünn die Pole-Position gesichert hatte, trotzte er im Rennen allen Widrigkeiten und feierte seinen fünften Grand-Prix-Sieg in Serie. Damit krönte er sich zum jüngsten Monaco-Sieger aller Zeiten und baut seine Führung in der Weltmeisterschaft massiv aus.

  • Selbst ein kurzzeitig über Funk gemeldetes Motorproblem in Runde 57 konnte den Italiener nicht stoppen; er antwortete prompt mit der schnellsten Rennrunde und kontrollierte das Feld an der Spitze.

Schmelzender Asphalt sorgt für Rote Flagge und Drama

  • Das wohl kurioseste und rennentscheidende Ereignis spielte sich in Kurve 19 (Rascasse) ab. Aufgrund der extremen Hitze und der Belastung begann sich dort ein frisch aufgebrachter Asphaltflicken buchstäblich aufzulösen. Das Resultat war ein plötzlicher, drastischer Grip-Verlust, der binnen kürzester Zeit prominente Opfer forderte.
  • Lance Stroll und Charles Leclerc flogen fast zeitgleich an dieser Stelle ab.
  • Das Rennen musste in Runde 64 mit der Roten Flagge unterbrochen werden, damit die Streckenarbeiter das entstandene Loch in der Asphaltdecke flicken konnten.

Beim anschließenden stehenden Re-Start für die finalen Runden warf der ohnehin geplagte lokale Held Charles Leclerc seinen Ferrari beim Beschleunigen komplett in die Mauer – das bittere Aus für den Monegassen beim Heimspiel.

 

Hamilton triumphiert im Chaos, Enttäuschung bei Red Bull & McLaren

  • Lewis Hamilton bewies im Ferrari einmal mehr seine Klasse unter, wie er selbst sagte, „den härtesten Bedingungen, die man sich vorstellen kann“. Trotz einer 5-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse kämpfte er sich auf den zweiten Platz vor.
  • Für Hamilton ist es das achte Monaco-Podium seiner Karriere, womit er mit der Legende Ayrton Senna gleichzieht. Das Podest komplettierte der starke Red-Bull-Junior Isack Hadjar auf Rang drei.

Für die anderen WM-Favoriten war Monaco hingegen ein Desaster:

  • Max Verstappen (Red Bull) musste seinen Boliden mit einem Motorschaden bereits in der allerersten Runde abstellen.
  • Lando Norris (McLaren) kämpfte rundenlang mit Antriebsproblemen, bevor er das Auto in Runde 43 vorzeitig parken musste.
  • George Russell (Mercedes) vermasselte sich ein mögliches Top-Ergebnis selbst: Er saß eine 5-Sekunden-Strafe beim Boxenstopp nicht korrekt ab, kassierte dafür eine Durchfahrtsstrafe und landete am Ende auf dem frustrierenden 14. Platz.

Das Endergebnis in der Übersicht

 

Platz Fahrer Team Info / Strafe

  • 1 Kimi Antonelli Mercedes Jüngster Monaco-Sieger der Geschichte
  • 2 Lewis Hamilton Ferrari Trotz 5-Sek.-Strafe (Speeding Boxengasse)
  • 3 Isack Hadjar Red Bull Erstes Monaco-Podium
  • 4 Pierre Gasly Alpine Trotz 10 Sekunden Zeitstrafe
  • ...
  • 9 Esteban Ocon Haas Rückte durch Strafen anderer in die Punkte
  • 10 Sergio Pérez Cadillac Erhielt nachträglich 1 Punkt
  • 14 Nico Hülkenberg Audi 10-Sekunden-Strafe nach Kollision

Bitteres Aus für Audi und Hülkenberg: Gabriel Bortoleto rollte bereits vor dem Start am Boxenausgang aus. Nico Hülkenberg zeigte danach ein bärenstarkes Rennen, fightete sich mit der Brechstange im engen Infight an Carlos Sainz (Williams) und Alex Albon vorbei und überquerte die Ziellinie eigentlich als Neunter. Die Stewards kannten nach der engen Berührung mit Sainz in der Loews-Kurve jedoch keine Gnade und brummten ihm eine harte 10-Sekunden-Strafe auf, die ihn aus den Punkten warf.

Bereits in einer Woche geht die wilde Fahrt weiter: Dann macht der Formel-1-Tross Station in Barcelona. mei

Foto: Pixabay